Geschafft!

Es ist Sonntag und es ist abzusehen, dass wir es geschafft haben das Crowdfunding für Akim rennt über die notwendige Schwelle von 6000 Euro zu heben.

Ich bin dankbar. Langsam kommen aber auch die Überlegungen, was man hätte anders machen sollen.

Aber Hinterher ist man ja immer klüger…

 

Politisches Kindertheater 

Bis kommenden Sonntag läuft für das Kindertheaterprojekt Akim rennt, dass ich mit Kolleg*innen aus Essen realisieren möchte, noch ein Crowdfunding auf startnext.com. Das Grundlage der Inszenierung ist das sehr brisante Bilderbuch Akim rennt der belgischen Autorin Claude K. Dubois, dass die Flucht eines kleinen Jungen vor Krieg und Gewalt zeigt.

wp-1466849864293.jpgWas wir machen wollen, ist politisches Kindertheater, denn wir richten uns an Kinder ab 6 Jahren, um mit ihnen über den Verlust des Zuhauses, das Verlassen der Heimat und der zu uns kommenden Flüchtlinge zu sprechen. Letztlich ist es politisches Theater, dass sich zu erst an Kinder, aber auch an Erwachsene richtet.

Nun sammeln wir noch immer Geld, damit das Projekt in dem Umfang umgesetzt werden kann, wie wir uns das wünschen. Aber warum sollte man Geld für ein Kindertheaterprojekt beisteuern? Wir haben, wie ich finde, einige bedenkenswerte Antworten auf diese Frage in der Beschreibung zum Crowdfunding gegeben:

Wer Akim rennt unterstützt…

… fördert ein Theater- und Bildungsprojekt, dass sich für Toleranz, Offenheit und Solidarität einsetzt.

… spricht sich für politisches Kindertheater aus, dass jungen Menschen auf Augenhöhe begegnet und sie mit einem ernsten und wichtigen Thema nicht alleine lässt.

… glaubt mit uns, dass es dringend notwendig ist, jetzt ein Kindertheaterstück zum Thema Flucht und Vertreibung auf die Bühne zu bringen.

… leistet einen Beitrag zu unabhängiger Kulturarbeit in Deutschland.

… hilft uns ein Zeichen gegen Intoleranz, Hass und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

… versteht, dass professionelles Kindertheater in der Freien Szene dringend Geld braucht, um überleben zu können.

… glaubt daran, dass Kinder unsere Zukunft sind, egal aus welchem Land sie kommen.

Und wenn Ihr unser Projekt überfinanziert, sorgt Ihr nicht nur dafür, dass wir alle Produktionsbeteiligten angemessen bezahlen können, sondern vorallem dafür, dass Akim rennt auch weiter auf Reisen gehen kann.

Wer Akim rennt überfinanziert, …

… setzt sich für gerechtere Gagen in der freien Theaterarbeit ein.

… sorgt dafür, dass Akim rennt von einer Theaterpädagogin betreut und begleitet werden kann.

… möchte, dass das Theaterstück über die bisher geplanten 11 Vorstellungen hinaus weiter gespielt werden kann.

Bis zum 27. April 2016 kann man uns noch auf Startnext.com/akim unterstützen.

Die FSE improvisierte international 

Bereits im letzten Beitrag hatte ich auf eine Veranstaltung mit Lisa Rowland aus San Francisco hingewiesen. Am Mittwoch wird sie ebenfalls zu Gast bei der Freien Studentenbühne Eberswalde sein und beim letzten Auftritt in diesem Semester im Studiclub mitspielen. Mit Lisa kommt, soweit ich mich erinnern kann, der erste internationale Improvisierer in die Stadt am Finowkanal. Die Show wird in leicht verständlichem Englisch sein und sicher der Knaller. 

Impro im Studiclub mit Lisa Rowland
Mi. 13.07.2016, 20:30 Uhr
Schicklerstr. 1, 16255 Eberswalde
Eintritt frei, Spende erbeten!

„The Naked Stage“ mit Lisa Rowland (BATS Improv)

Ich freue mich riesig, dass das Theater ohne Probe und somit auch ich Lisa Rowland aus San Francisco wieder als Gast begrüßen darf. Gemeinsam werden wir am 11. Juli 2016 einen Abend in der Form von „The Naked Stage“ mit ihr im Bühnenrausch improvisieren.

Das rothaarige Improvisationswunder begeistert seit Jahren das Publikum in San Francisco und auch international ist sie eine gern gesehene Spielerin sowie Trainerin. Bereits 2012 wurde sie von den LeserInnen des San Francisco Bay Guardiens zur besten Schauspielerin gewählt. Im Format „The Naked Stage“ fühlt sie sich sehr zu hause, da es von Ihrem Kollegen Tim Orr entwickelt wurde und es beide gemeinsam mit The Improv Playhouse regelmäßig spielen.

Und ich freue mich, denn die Show, die ich mit Lisa vor ca. zwei Jahren spielen durfte, hat mir so viel Spaß gebracht, dass ich immer wieder mit einem Lächeln an sie zurück denke. Wer es also einrichten kann, sollte die kommende Show nicht verpassen.

11.7.2016 – The Naked Stage – BühnenRausch – in einfachem English

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Akim rennt – Crowdfunding

Es gibt Dinge, die einem sehr am Herzen liegen.

Seit vergangem Jahr arbeite ich mit meiner guten Kollegin Sarah Mehlfeld an einem Projekt: Wir wollen politsches Kindertheater mit Anspruch zum Thema Flucht und Vertreibung machen und dafür das zweifach ausgezeichnete Kinderbuch „Akim rennt“ von Claude K. Dubois für die Bühne umsetzen. Aber professionelles Theater ist teuer und Kindertheater verspricht keine großen Einnahmen.

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Wir glauben aber an das Thema und den Stoff und mit uns tun dies auch unsere Bühnenbildnerin Christina Hillinger Spielerin Lisa Balzer, unser Musiker Jörg Buttler. Wir konnten auch schon weitere Partner wie die Brotfabrik Berlin, die IG BCE, die Kulturfürderung Pankow, Stiftungen und so weiter überzeugen.

Dennoch brauchen wir noch etwas Geld, damit das Stück nicht nur produziert, sondern auch gespielt wird, um mehr Menschen zu erreichen und diese nicht am Ende alleine zu lassen. Um dieses Geld aufzutreiben, haben wir ein Crowdfunding auf startnext.com gestartet. Es würde mich freuen, wenn Ihr einen Blick auf das Projekt werft.

https://www.startnext.com/akim

Und klar, ich freue mich auch, wenn Ihr etwas investiert.

Projekt unterstützen

Improvers – Premiere in Greiz

Am kommenden Samstag spielt die Ganzjahreswerkstatt des Greizer Theaterherbstes. Mit diesem Auftritt findet dann auch vorerst meine Arbeit als Werkstattleiter mit den Teilnehmern ihr Ende. Die Zusammenarbeit mit der Gruppe hatte ich Ende Juli 2015 im Rahmen des 25. Theaterherbstes begonnen. Meiner groben Statistik nach, habe ich mit den meisten Teilnehmenden mehr als 90 Stunden gearbeitet. Wenn das nichts ist…

Nun steht unserer Werkstattabschluss an und ich bin sicher mindestens so aufgeregt, wie meine TeilnehmerInnen. Wer also Lust hat, sich am kommenden Samstag von spontaner Theaterkunst amüsieren zu lassen, sollte um 19 Uhr in die Vogtlandhalle kommen. Davor kann man noch um 17 Uhr der Vorstellung der Werkstätten für den diesjährigen Theaterherbst beiwohnen.

Improvers Plakat für den 25. Juni 2016

Naked Stage Premiere

Im Juni wird meine Improgruppe, das Theater ohne Probe, ein Format auf die Bühne bringen, dass wir von Tim Orr aus San Francisco gelernt haben. Inspiriert von einem Spielort werden wir ein abendfüllendes Stück in drei Akten improvisieren. Das schöne an diesem Format ist, dass wir so die Gelegenheit haben tief in die Charaktäre einzutauchen und deren Wünsche, Hoffnungen und Antriebe beim Improvisieren zu entdecken.

Bisher haben wir in diesem Format zwei Einakter gespielt und jedes Mal waren das Publikum und wir begeistert. Es liegt daran, zumindest ist das meine Vermutung, dass sich das Publikum über die Zeit und die Ruhe, die das Format bietet, tiefer mit den Charakteren verbinden kann. Die Stücke sind nicht sehr temporeich und voller Aktion, jedoch nehmen sie in ihrer stetigen Entfaltung die Zuschauer auf eine unterhaltsame und eindringliche Reise mit.

Wer sich selbt ein Bild machen möchte, ist herzlich eingeladen und hat gleich zwei Mal die Chance dazu. Zu erst am 23. Juni 2016 zu unserer Premiere im BühnenRausch in Berlin Prenzlauer Berg und dam 11. Juli 2016 am selben Ort, aber diesmal mit der großartigen Lisa Rowland aus San Francisco. Dieser Abend wird sicher eine Wucht, denn es ist immer eine Freude Lisa Rowland auf der Bühne zu erleben. An die ToPs und Gäste Show vom November 2014 denke ich heute noch – selten habe ich auf der Bühne so lachen müssen, selbst als Leiche mit geschlossenen Augen! Die zweite Vorstellung wird in einfachem Englisch sein.

Do, 23.06.2016, 20:00 / Berlin
ToP-Form: The Naked Stage

Mo, 11.07.2016, 20:00 / Berlin
The Naked Stage – featuring Lisa Rowland

Ort: BühnenRausch, Erich-Weinert-Straße 27 10439 Berlin

Plaka_Naked_Stage

10 Tipps zum Drehbücherschreiben

Gestern bin ich zufällig über Billy Wilders Tipps zum Schreiben von Drehbüchern bzw. zum Filmemachen gestolpert. Das meiste davon kann man direkt fürs improvisierte Theater übernehmen. (In Klammern stehen meine Ergänzungen für die Improvisation auf der Bühne:)

1. Das Publikum ist launisch. 
Pack es an der Kehle und laß es nie wieder los. (Gib nicht auf, sondern scheitern heiter beim Versuchen.)
2. Entwickle eine klare Handlungslinie für deine Hauptfigur. (Merke Dir, was gespielt wurde und handle danach.)
3. Sei dir im Klaren darüber, wohin du gehst. (Tim Orr hat das formuliert als: Folge der inneren Logik der Figur und der äußeren der Geschichte.)
4. Je subtiler und eleganter du die Wendepunkte der Story versteckst, desto besser bist du als Autor. (Wendungen sollten sich aus dem ergeben, was da bereits vorhanden ist und nicht einfach von außen kommen.)
5. Falls du ein Problem mit dem dritten Akt hast, liegt das wirkliche Problem im ersten Akt. (Ohne Plattform keine Dramatik 😉
6. Ein Tip von Lubitsch: Laß die Zuschauer zwei und zwei zusammenzählen. Sie werden dich ewig lieben. (Versuche nicht kreativ zu sein, nimm das Offensichtliche.)
7. Achte bei Erzählerstimmen darauf, nichts zu beschreiben, was das Publikum bereits sieht. 
8. Das, was passiert, wenn der Vorhang des zweiten Akts fällt, leitet das Ende des Films ein. 
9. Der dritte Akt muss schneller, schneller, schneller werden und Action bis zum Schluss bieten, und dann – 
war´s das.
10. Häng nichts mehr dran. (Ende ist dann, wenn man das Ende behauptet!)

Ein Wochenende mit 3 Auftritten

Am kommenden Wochenende gibt es für mich drei mal Improtheater. Am Samstag darf ich mit den Kollegen vom Theater ohne Probe in der Brotfabrik Berlin unser episches Theaterformat „Im Sinne von Brecht“. Die Vorstellung findet auch im Rahmen des ersten Performing Arts Festivals statt, dass an über 40 Spielstätten die Arbeiten und Vielfalt der Freien Szene Berlins zeigen will.
Am Sonntag improvisiere ich dann mit meinem Freund und Kollegen Dirk Lausch im Moosgaten Café unter dem Titel Lesung trifft Impro. Da diese Veranstaltung im 16 Uhr beginnt, versuche ich es noch in den Bühnenrausch um 19 Uhr zu den ToPs der Woche.
Das ist ein Impro-Wochenende!

Bei Hyperbandrauschen über Impro geplauscht

Am 10. Mai 2016 erschien die Sendung Hyperbandrauschen, in der ich Gast bei meinem Kollegen macro in der c-base war. Das Gespräch, dass wir führten, ist nun als Podcast bei hypr.de veröffentlicht worden, nach dem es im Radio lief.

Wir sprachen natürlich über Improtheater, da es uns beide verbindet. Neben meinem Werdegang, geht es auch um die Unterschiede zum Schauspiel, den 4. Berliner Impro Marathon, macros Reise in die USA und einiges mehr.

Zur Sendung: hybr.de/2016/05/15/sendung-53-thomas-jaekel-und-improtheater