10 Tipps zum Drehbücherschreiben

Gestern bin ich zufällig über Billy Wilders Tipps zum Schreiben von Drehbüchern bzw. zum Filmemachen gestolpert. Das meiste davon kann man direkt fürs improvisierte Theater übernehmen. (In Klammern stehen meine Ergänzungen für die Improvisation auf der Bühne:)

1. Das Publikum ist launisch. 
Pack es an der Kehle und laß es nie wieder los. (Gib nicht auf, sondern scheitern heiter beim Versuchen.)
2. Entwickle eine klare Handlungslinie für deine Hauptfigur. (Merke Dir, was gespielt wurde und handle danach.)
3. Sei dir im Klaren darüber, wohin du gehst. (Tim Orr hat das formuliert als: Folge der inneren Logik der Figur und der äußeren der Geschichte.)
4. Je subtiler und eleganter du die Wendepunkte der Story versteckst, desto besser bist du als Autor. (Wendungen sollten sich aus dem ergeben, was da bereits vorhanden ist und nicht einfach von außen kommen.)
5. Falls du ein Problem mit dem dritten Akt hast, liegt das wirkliche Problem im ersten Akt. (Ohne Plattform keine Dramatik 😉
6. Ein Tip von Lubitsch: Laß die Zuschauer zwei und zwei zusammenzählen. Sie werden dich ewig lieben. (Versuche nicht kreativ zu sein, nimm das Offensichtliche.)
7. Achte bei Erzählerstimmen darauf, nichts zu beschreiben, was das Publikum bereits sieht. 
8. Das, was passiert, wenn der Vorhang des zweiten Akts fällt, leitet das Ende des Films ein. 
9. Der dritte Akt muss schneller, schneller, schneller werden und Action bis zum Schluss bieten, und dann – 
war´s das.
10. Häng nichts mehr dran. (Ende ist dann, wenn man das Ende behauptet!)

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Ein Gedanke zu “10 Tipps zum Drehbücherschreiben

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