Auftritte im Mai

Komm lieber Mai und mache, die Bäume wieder grün.

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Der Wonnemonat beginnt und es blühnen die Bäume und Sträucher. Trotz Feiertag am Tag der Arbeit spiele ich am ersten Mai bereits für Paternoster. Besonders freue ich mich aber auf den 18. Mai, da haben wir vom Theater ohne Probe bei unserem Format Im Sinne von Brecht einen Gast aus San Francisco: Tim Orr wird mit uns an diesem Abend improvisieren. Das wird ToP!

Und hier nun die Übersicht meiner öffentlichen Auftritte für Mai 2018:

Di. 01., 20 Uhr – Der Spielekönig im Frannz Club in der Kulturbrauerei, Berlin

Mi. 02., 20 Uhr – Dein Held, Deine Geschichte im Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin

Sa. 05., 19 Uhr – Kriminal-Dinner: Die Mafia lädt zum Leichenschmaus im Ellington Hotel, Berlin

Fr. 11., 20 Uhr – Impropedia im KuZe, Potsdam – Eintritt frei!

Update: Mi. 16., 20 Uhr – Dein Held, Deine Geschichte im Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin

Do. 17., 20 Uhr – Manche mögen’s ToP – Die Donnerstagskomödie im BühnenRausch Berlin

Fr. 18., 20 Uhr – Im Sinne von Brecht mit Gästen und in leichter englischer Sprache in der Brotfabrik Berlin

Di. 22., 20 Uhr – Der Spielekönig im Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin

Do. 31., 18:30 Uhr – Lesung trifft Impro im Helene-Nathan-Bibliothek, Berlin-Neukölln

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Akim rennt – Crowdfunding

Es gibt Dinge, die einem sehr am Herzen liegen.

Seit vergangem Jahr arbeite ich mit meiner guten Kollegin Sarah Mehlfeld an einem Projekt: Wir wollen politsches Kindertheater mit Anspruch zum Thema Flucht und Vertreibung machen und dafür das zweifach ausgezeichnete Kinderbuch „Akim rennt“ von Claude K. Dubois für die Bühne umsetzen. Aber professionelles Theater ist teuer und Kindertheater verspricht keine großen Einnahmen.

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Wir glauben aber an das Thema und den Stoff und mit uns tun dies auch unsere Bühnenbildnerin Christina Hillinger Spielerin Lisa Balzer, unser Musiker Jörg Buttler. Wir konnten auch schon weitere Partner wie die Brotfabrik Berlin, die IG BCE, die Kulturfürderung Pankow, Stiftungen und so weiter überzeugen.

Dennoch brauchen wir noch etwas Geld, damit das Stück nicht nur produziert, sondern auch gespielt wird, um mehr Menschen zu erreichen und diese nicht am Ende alleine zu lassen. Um dieses Geld aufzutreiben, haben wir ein Crowdfunding auf startnext.com gestartet. Es würde mich freuen, wenn Ihr einen Blick auf das Projekt werft.

https://www.startnext.com/akim

Und klar, ich freue mich auch, wenn Ihr etwas investiert.

Projekt unterstützen

Naked Stage Premiere

Im Juni wird meine Improgruppe, das Theater ohne Probe, ein Format auf die Bühne bringen, dass wir von Tim Orr aus San Francisco gelernt haben. Inspiriert von einem Spielort werden wir ein abendfüllendes Stück in drei Akten improvisieren. Das schöne an diesem Format ist, dass wir so die Gelegenheit haben tief in die Charaktäre einzutauchen und deren Wünsche, Hoffnungen und Antriebe beim Improvisieren zu entdecken.

Bisher haben wir in diesem Format zwei Einakter gespielt und jedes Mal waren das Publikum und wir begeistert. Es liegt daran, zumindest ist das meine Vermutung, dass sich das Publikum über die Zeit und die Ruhe, die das Format bietet, tiefer mit den Charakteren verbinden kann. Die Stücke sind nicht sehr temporeich und voller Aktion, jedoch nehmen sie in ihrer stetigen Entfaltung die Zuschauer auf eine unterhaltsame und eindringliche Reise mit.

Wer sich selbt ein Bild machen möchte, ist herzlich eingeladen und hat gleich zwei Mal die Chance dazu. Zu erst am 23. Juni 2016 zu unserer Premiere im BühnenRausch in Berlin Prenzlauer Berg und dam 11. Juli 2016 am selben Ort, aber diesmal mit der großartigen Lisa Rowland aus San Francisco. Dieser Abend wird sicher eine Wucht, denn es ist immer eine Freude Lisa Rowland auf der Bühne zu erleben. An die ToPs und Gäste Show vom November 2014 denke ich heute noch – selten habe ich auf der Bühne so lachen müssen, selbst als Leiche mit geschlossenen Augen! Die zweite Vorstellung wird in einfachem Englisch sein.

Do, 23.06.2016, 20:00 / Berlin
ToP-Form: The Naked Stage

Mo, 11.07.2016, 20:00 / Berlin
The Naked Stage – featuring Lisa Rowland

Ort: BühnenRausch, Erich-Weinert-Straße 27 10439 Berlin

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Tortured Mind – sehenswerter Wahnsinn

Seit einiger Zeit schreibe ich immer wieder über Aufführungen von modernem Zirkus. Das Chamäleon in Berlin hatte mit einer Presseeinladung mich auf die Spur gesetzt. Nun hatte ich gesteren das große Vergnügen vom Künstlerkollektiv InPulse die Vorpremiere von Totured Mind zu sehen.

Ich bin sicher nicht der Kritiker zum Thema moderner Zirkus und sehe nur einen Bruchteil der Produktionen hier in Berlin, aber ich erkenne gute Performer und auch durchdachte Konzepte. Meine Kritik an vielen Shows ist daher der fehlende Zusammenhang. Oft erkennt man nur zu deutlich, dass die Artisten ihre Solonummer vorführen und diese von einem Regisseur meist mit lieblosen Zwischensequenzen zuammengekleistert werden. Von einer Geschichte oder gar einer Frage, die behandelt werden soll gar nicht zu sprechen.

Ganz anders gestern Abend bei Tortured Mind! Hier gibt es eine Geschichte und die Performer mit ihren ausordentlichen Fähigkeiten verstehen sie in spannungsvolle Bilder zu übersetzen. Einfach gesagt geht es um einen Mann (Alessandro di Sazio), der den Verstand zu verlieren scheint und daher Hilfe bei einer Psychaterin (Faon Shane) sucht. Im Laufe der 70 Minuten verändert sich das Verhältnis vom Patienten zur Ärztin und die Grenzen des Wahnsinns verschwimmen. Die Figuren entwickeln sich, zeigen neue Facetten und das Publikum sieht gespannt zu.

Dabei ist besonders faszinierend, wie die Akrobatik und Präzission der Performer es vermag eine absurde Welt des Inneren herzustellen. Im wahrsten Sinne des Wortes kann man an die Decke gehen, sich geistig verränken und in den Ketten der eigen Ansprüche gefangen bleiben. Durch Sound-Designer Patrick Zylka wird gar mit Stimme und Geräuschen joungliert und man weiß oft nicht, ob man ihm lieber beim Erzeugen des Sound zusehen oder die von ihm geschaffenen Bilder genießen will  – und dann kann er nicht nur das! Verrückt.

Und bis auf eine Ausnahme sind alle akrobatischen Elemente so in die Geschichte eingebunden, dass sie nicht als Einzelnummern auffallen – wofür es von mir einen Extraapplaus gibt!

Mein Fazit für Tortured Mind: Ansehen! Hier kann man in die Zukunft des modernen Zirkus sehen und sich dabei sehr gut unterhalten lassen.

Termine: vom 17.-26. Juli im Theater des Aufbauhauses
Infos: www.theater-aufbau-kreuzberg.de

Noch ein paar Worte, aber nur für das Ensemble! (Alle anderen lesen hier nicht weiter, sondern gehen Tortured Mind ansehen!) Danke für die Einladung und den Blick auf diese gelungene Arbeit. Was das Thema Geschichten – also das Storytelling – betrifft, habt ihr mich noch nicht zu 100% überzeugt. Denn ich sehe, was ihr erzählt, bin begeistert, wie ihr es erzählt, aber vermisse das Warum ihr es erzählt. Sollte ich mit der Antwort nachhause gehen, dass wenn man sich mit Wahnsinn beschäftigt, am Ende in den selben Ketten gefangen wird? Oder das die „Normalen“ die Wahnsinnigen sind?

Was ich mir vom moderen Zirkus wünsche ist mehr Haltung. Ihr habt so großartige Ausdrucksmittel mit Euren so gut trainierten Körpern, aber all zu oft werden nur Effekte gezeigt und nichts gesagt. Aber Menschen mit solch ausgeprägter Fähigkeit zur (Körper)Haltung wünsche ich den Mut auch mehr persönliche Haltung auf der Bühne zu bringen und das gern unterhaltsam.

Hear and Now live am 8.12.2014

Es ist bereits einige Zeit her, dass ich mit meinem Freund, Kollegen und Pianisten Stephan Ziron gemeinsam bei seinem Format Hear and Now auf der Bühne stand. Nun werden wir zum Jahresabschluss der Serie am Montag den 8.12.2014 um 20:00 Uhr in der Brotfabrik ein kleines Revival wagen.

Persönlich freue ich mich sehr darauf, denn ich mag den freien Ansatz des Formats. Stephan improvisiert Musik und gibt verschiedenen Künstlern und Kunstrichtung die Möglichkeit sich einzubringen und so seine Improvisation zu bereichern. Daher bin ich sehr gespannt, was wir am Montag in der Brotfabrik auf die Beine stellen. Klar ist nur eines: Es wird zu 100% improvisiert sein.

hear-and-now.com

Auf zu Crossroads

http://chamaeleonberlin.de/video/crossroads/html5

CROSSROADS im Chamäleon

Am Dienstag geht es ins Chamäleon Theater Berlin zu ihrer neusten Produktion Crossroads. Wie schon bei Flip und Beyond darf ich wieder berichten, wie ich die Show fand. Das will ich auch gern tun, denn ich muss sagen, dass ich die beiden Shows unterhaltsam fand.

Es freut mich, dass ich nun die dritte Produktion in Folge besprechen darf, denn ich sehe so viele erzählerische Möglichkeiten in der Artistik, die oft nicht genutzt werden. Die Story von Beyond war schwach, die von Flip auch, aber Flip war unterhaltsam und hat mir großen Spaß gemacht. Ob ich Crossroads mag, werde ich sehen müssen, denn dieser Pressetext sagt nichts über den Inhalt:

„In dieser furiosen Show prallen Zirkus-, Tanz- und Soundwelten aufeinander. Neues trifft auf Altes, Zirkus trifft auf Cabaret und löst dabei die Grenzen zwischen Körper und Instrument, zwischen Bewegung und Musik, zwischen Vergangenheit und Zukunft auf.“

Für mich stellt sich hier die erste Frage: Wozu? Aber ich will nicht negativ sein. Erst ein Bild machen und dann urteilen. Alles andere wäre unfair!

Endlich ein Workshop zum Genre Western

Wie oft musste ich auf der Improbühne schon erleben, dass vom Publikum das Genre Western vorgeschlagen wurde, die Spieler das Genre annahmen und dann mehr als uninspiriert herunterspielten. Oder noch schlimmer die elendigsten Klischees krachen ließen, wie etwa die Schwingtür am Saloon oder das Bestellen einer Milch. Haha! Das will man nicht sehen und das sollte nicht der Anspruch an dieses große Genre sein!

Bereits 2008 haben ich eine Liste meiner liebsten Western veröffentlicht, um Improvisierern eine Inspiration zu geben. Nun ist es endlich soweit, gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Stephan Ziron werde ich im Februar einen offenen Workshop zum Genre anbieten. Stephan wird dabei für die Musik zuständig sein, so dass es auch die passende Begleitung und die passenden Songs gibt. Damit haben wir zwar viel vor für einen Tag, aber mit etwas Vorbereitung werden die Teilnehmenden mit einem völlig anderem Verständnis (und vielleicht sogar mit etwas mehr Liebe) für das Genre aus dem Workshop gehen.

Und wer sich schnell entschließt, kann sich bis zum 31.12.2013 noch den Frühbucherrabatt sichern!

Genre-Workshop Country und Western
Wann: 15. Februar 2014, 11-19 Uhr, anschl. Session bis 22 Uhr
Wo: Yellow Fish Raum in Berlin Mitte
Infos und Anmeldung: www.improworkshop.com