Sommerworkshops zu Live-Hörspiel und Improtheater

Im idyllischen Langenberg (zwischen Essen und Wuppertal gelegen) werde ich vom 14. bis 20. August 2017 an der Sommerakademie im Quartier Kuhstrasse teilnehmen. Gemeinsam mit meiner wunderbaren Kollegin Sarah Mehlfeld gebe ich vom 14. – 17. August einen  Grundlagenworkshop Improtheater für Jugendliche und Erwachsene. Damit bieten wir einen umfassenden Einstieg in die aufregende Welt des improvisierten Theaters.

Und richtig spannend wird es vom 18. – 20. August mit dem Crossover-Workshop für Theatererfahrene: Live-Hörspiel & Improvisation. Dafür bringen Sarah und ich unsere Expertiesen zusammen. Sie hat als Regisseurin die Erfahrung im Bereich Live-Hörspiel und ich bringe meine jahrelange Erfahrung aus dem Improtheater mit ein. Ein ganz besonderer Workshop, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Beide Workshops umfassen 24 Stunden und kosten 180 Euro. Anmeldungen und mehr Informationen unter: quartierkuhstrasse.de

Klassischer Western: Stage Coach

Im Februar (wie schon angekündigt) wird es einen Workshop mit Stephan Ziron und mir zum Thema Western geben. Zur Vorbereitung suche ich zur Zeit passende Filme heraus, welche die Vielfalt des Genres zeigen. Einer der klassischen Western für mich ist Stagecoache (im Deutschen Ringo) mit John Wayne, gedreht 1939 von John Ford. Der Film überzeugt durch seine vielfältigen Figuren und Konstellationen, er ist eine wahre Fundgrube, was Rollen und Charaktere im Western betrifft. Fordergründig geht es um eine Postkutschenfahrt durch Indianergebiet, aber es werden so viele andere Fragen und gesellschaftliche Probleme aufgeworfen und behandelt.

In der Wikipedia findet sich dazu folgendes Zitat: Der Nachruhm dieses Films gründet sich auf die bewundernswerte Balance, in der die einfache Story, die eindrucksvolle Landschaft des Monument Valley, das Personengefüge (mit den entsprechenden Darstellern) und der Erzählrhythmus gehalten sind. (Hans Helmut Prinzler, in: Filmklassiker)

Aber ebenfalls bemerkenswert ist, dass der Film zwei Oskars erhielt. Einmal für den Darsteller von „Dr. Josiah Boone“ Thomas Mitchell und für die Musik. Daher ist dieser Film auch in Sachen Musikgenre Western ein Hinhörer. Aber nur im Englischen Original, da in der Deutschen Fassung andere Musik verwendet wurde.

Auf Youtube habe ich eine vollständige englische Version gefunden:

Endlich ein Workshop zum Genre Western

Wie oft musste ich auf der Improbühne schon erleben, dass vom Publikum das Genre Western vorgeschlagen wurde, die Spieler das Genre annahmen und dann mehr als uninspiriert herunterspielten. Oder noch schlimmer die elendigsten Klischees krachen ließen, wie etwa die Schwingtür am Saloon oder das Bestellen einer Milch. Haha! Das will man nicht sehen und das sollte nicht der Anspruch an dieses große Genre sein!

Bereits 2008 haben ich eine Liste meiner liebsten Western veröffentlicht, um Improvisierern eine Inspiration zu geben. Nun ist es endlich soweit, gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Stephan Ziron werde ich im Februar einen offenen Workshop zum Genre anbieten. Stephan wird dabei für die Musik zuständig sein, so dass es auch die passende Begleitung und die passenden Songs gibt. Damit haben wir zwar viel vor für einen Tag, aber mit etwas Vorbereitung werden die Teilnehmenden mit einem völlig anderem Verständnis (und vielleicht sogar mit etwas mehr Liebe) für das Genre aus dem Workshop gehen.

Und wer sich schnell entschließt, kann sich bis zum 31.12.2013 noch den Frühbucherrabatt sichern!

Genre-Workshop Country und Western
Wann: 15. Februar 2014, 11-19 Uhr, anschl. Session bis 22 Uhr
Wo: Yellow Fish Raum in Berlin Mitte
Infos und Anmeldung: www.improworkshop.com

Ein selbstunterrichtendes Improfestival

Auch in diesem Jahr wird es ein Improtheaterfestival in Potsdam geben. Dieses Jahr verteilt es sich auf zwei Wochenenden: Sa. 25. bis Mo. 27. Oktober sowie Fr. 01. bis So. 03. November 2013 und ich darf wieder als Künstlerischer Leiter verantwortlich zeichnen.

Warum aber nun ein selbstunterrichtendes Improfestival? Beide Wochenenden sollen für die Teilnehmenden eine besondere Form an Workshops bieten. Festivals mit Workshops und Shows sind Gang und Gebe. In Potsdam versuchen wir es aber mit dem Barcamp-Format. Dabei bieten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse im Plenum an und organisieren sich dann nach Interessenlage. Es gibt letztlich nur Zeiten, in denen sich die Leute in kleinen Gruppen zu ihren Themen zurückziehen können und lernen, ausprobieren und spielen.

Wir haben im vergangenem Jahr gute Erfahrungen im „Bachelor of Impro“ gemacht. Die Studenten, die nach Potsdam gekommen waren, haben gern Ideen und Wissen geteilt. Ob es auch mit einem völlig frei zusammengewürfelten Festivalensemble so funktioniert, muss man sehen. Wir sollten nur einige Fehler vermeiden:

  • Es sollten die Teilnehmenden am besten schon bei der Anmeldung ein mögliches Thema mitteilen, was sie anbieten können.
  • Es sollte genug Zeit geben, die einzelnen Themen auf die Zeiten zu verteilen – sonst gibt es viel Unzufriedenheit.
  • Es sollte viel über den Modus gesprochen werden, der eigentlich einfach ist – aber wie immer ist es das Einfache, was schwer zu machen ist.

In den nächsten Tagen wird es dazu noch mehr Infos auf der Seite des Festivals geben: www.improfestival-potsdam.de

Workshopidee: Improformate

Da ich regelmäßig Gruppen in Improvisation unterrichte, beschäftige ich mich auch immer wieder mit den unterschiedlichsten Themen. Da sind basale Fragen der Improvisation wie Akzeptieren, Storytelling, Bühne und so weiter… Dabei fällt mir oft auf, dass es sinnvoll wäre, bestimmte Themen zu intensiveren Workshops zusammenzufassen.

Große Lust hätte ich eine Art Wochenendworkshop zu geben, bei dem man alle möglichen und unmöglichen Formate durchspielt. Begonnen von einer Gameshow über Matchformen von Mannschaften oder Einzelspielern, bis hin zu Genre- oder Langformaten. Solch ein Workshop könnte Gruppen und Spieler anspornen öfter unterschiedliche Formate aufzuführen oder gar neue zu kreieren. Hinzu würde ich mir wünschen, wenn alle auf der Bühne die Dynamik einer Show im Auge hätten und so Klippen und Hänger vermeiden könnten. Denn wie oft kommt es vor, dass in einer Gameshow die Selbstläufer in der ersten Hälfte „verbrannt“ werden und in der zweiten Hälfte dadurch die Energie absinkt.

Was bräuchte solch ein Workshop noch?

Die Formate könnten sein:

Gameshow
Match (Theatersport TM, Gegen den Moderator)
Maestro TM
Gorillatheater TM
Talkshow
Harold (und seine Formen)
Lagerfeuer
Lotus
Reigen (und seine Formen)
Superszene
ToP-Formate

Frequenz9: Neue Podcasts

In den letzten 3 Wochen sind verschiedene Podcasts auf Frequenz9.de erschienen, an denen ich sprachkräftig mitwirkte. Die möchte ich natürlich nicht geheim halten. Für Improvisierer sind besonders spannend die Folgen 8 und 9 von FrequenzImpro:

Folge 8: Masse, Chor und Background

Folge 9: Vorgaben: Fluch oder Segen?

Beide Folgen sind m.E. sehr hilfreich geworden. Wir haben versucht uns umfassend mit den verschiednen Aspekten auseinander zu setzen.

Neues von FrequenzKultur

Für alle Kulturschaffenden, die ab und an Workshops geben, könnte die letzte Ausgabe von FrequenzKultur besonders spannend sein. Gemeinsam mit Urban Luig beschäftigten wir uns mit dem Thema Workshops, Aus und Weiterbildung.

FrequenzKultur – Folge 15: Workshops, Aus- und Weiterbildung

Frequenz9 per Torrent

Eine spannende Neuerung ist das Projekt bitlove.org, dass es ermöglicht jede Podcastdatei per Feed oder direkt als Torrent zu downloaden. Wer weiß, was Torrents sind, der kann die Vorteile und Möglichkeiten hinter solch einem Projekt ermessen. Seine Vorteile liegen besonders darin, wenn viele Leute gleichzeitig eine Datei wollen. Mit Frequenz9 sind wir noch lang nicht bei diesem Luxusproblem angekommen, dass wir mehr Bandbreite zum Downloaden unserer Sendungen bräuchten. Aber das Projekt ist eine gute Idee und wer weiß schon, wass die Zukunft bringt. Wir sind auf alle Fälle dabei! Danke an den Macher von Bitlove, Astro.

Hier sind wir auf bitlove.org zu finden: bitlove.org/frequenz9