Premiere Stromer

Stromer am Theater überzwerg / Foto: Uwe Bellhäuser

Stromer am Theater überzwerg / Foto: Uwe Bellhäuser

Am 16. März feierte am Theater überzwerg in Saarbrücken die Inszenierung „Stromer“ Premiere. Kollektiv mit meinen Kolleginnen von der compagnie toit végétal war ich für die Regie und Inszenierung zuständig.

Es war eine Freude in Saarbrücken das Bilderbuch von Claude K. Dubois auf die Bühne bringen zu können. Gemeinsam mit dem Schauspiel Essen werden wir im Mai noch eine Premiere in NRW feiern können und dann ist die Inszenierung, trotz ihres technischen Aufwands, tourfähig.

Begeistert zeigte sich auch die Saarbrücker Zeitung und schrieb nach der Premiere: „Ganz ruhig und unaufgeregt passiert das alles, aber sehr liebevoll – und hochkonzentriert. Dem Regieteam Christina Hillinger, Sarah Mehlfeld und Thomas Jäkel gelingt es, das schwierige, traurige Thema Obdachlosigkeit in einem wohltuend entschleunigten Objekttheaterstück einem jungen Publikum (ab sechs Jahre) nahe zu bringen, ohne dass es kitschig wirkt.“

Der vollständige Artikel findet sich hier: „Bewegte und bewegende Bilder“ von Ester Brenner (Saarbrücker Zeitung, 17. März 2019)

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Ein paar schöne Augenblicke

Was kann alles in einem Moment geschehen, in einem Augenzwinkern? Alles mögliche, doch nur weil alles mögliche geschehen kann, ist das noch nicht alles sehenswert. Mit „In the blink of an eye“ hatte sich das Wandertheaters Ton und Kirschen zu seinem 25. Geburtstag 2017 eine Art (Hand-)Werksschau aus Texten und Formen zusammengestellt. Am 22.8.2018 sah ich eben dieses Stück in der UFA Fabrik und nutze jetzt den Augenblick, hier von dieser Inszenierung zu berichten.

Die Inszenierung besteht aus verschiedenen kurzen Texten von The English Mumming Play, Rumi, Samuel Beckett (Kommen und Gehen), David Johnston und Margarete Biereye, Anton Tschechow (Der Bär), Ovid (Pyramus und Thisbe) und Bertolt Brecht (Die Liebenden). Für jeden Text wurde ein etwas andere Herangehensweise gewählt und so zeigten die SpielerInnen von Ton und Kirschen, dass sie vom Puppenspiel, über klassisches Theater bis hin zum Maskenspiel eine große Formensprache bedienen können. Jedoch reichte mir das nicht, um unterhalten zu werden. Der Abend zerfiel für mich zu stark in Nummern oder besser gesagt Sketche. Besonders in den komischen Stücken, wie der Bär von Tschechow fehlte mir das Timing und die Glaubwürdigkeit der emotionalen Achterbahn, die dieses Stück verlangt.

Gut fand ich das Ensemble dann, wenn die Musik nicht aus der Konserve kam und sie selbst musizierten. Dann gelang es ihnen Bilder zu erzeugen und auf eine schöne archaische Form eine Geschichte zu erzählen. So, wie man es von einem Wandertheater unter freiem Himmel erwarten kann. Jedoch erfüllten das an diesem Abend nur die letzten beiden Teile.

Das dieses eher negative Urteil nur meine persönliche Meinung darstellt, zeigte der begeisterte Abschlussapplaus der Zuschauerinnen, in dem es sogar einige nicht auf ihren Plätzen hielt. Dieses Stück von Ton und Kirschen konnte mich nicht begeistern – es hatte für mich zu wenig schöne Augenblicke.

AKIM RENNT nominiert für den IKARUS 2017

Seit dem Jahr 2002 verleiht der JugendKulturService als Auszeichnung von herausragenden Berliner Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche den IKARUS Preise. Der IKARUS möchte auf außergewöhnliche Theaterstücke aufmerksam machen, die den Theaterbesuchern besonders empfohlen werden. Am Freitag haben wir per Email erfahren, dass unsere Inszenierung von Akim rennt in der diesjährigen Auswahl nominiert ist. Mit einer großen Portion Glück, könnten wir am 13. November den Preis entgegen nehmen. Die Entscheidung darüber fällt aber letztlich eine unabhängige Jury.

„Akim rennt“ in Berlin

Wer mein Blog und meine Arbeit etwas verfolgt, weiß dass ich im letzten Jahr an der Produktion des Theaterstücks „Akim rennt“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Claude K. Dubois beteiligt war. Das Stück hatte im September 2016 Premiere und ist nun Anfang Mai für 3 Aufführungen wieder in Berlin in der Brotfabrik zu sehen.

Donnerstag 4. Mai 17, 10 und 18 Uhr
Freitag 5. Mai 17, 10 Uhr

Mehr Informationen zum Stück gibt es unter: www.akim-rennt.de
Kartenbestellung oder Anfragen für Schulklassen über die Brotfabrik: brotfabrik-berlin.de

Die Inszenierung ist in aller Bescheidenheit gesagt gut geworden. Wie gut, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich denke, dass die Einladungen zum KUSS. Festival in Marburg, zum FRiNGE Festival Recklinghausen, zum SPIELARTEN Festival in NRW und zur Theaterwoche Korbach schon etwas über die Qualität aussagen.

Und auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle die geholfen haben das Projekt zu realisieren!

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Akim rennt in Berlin. Foto: Gero Breloer

Ein Trailer für Akim rennt

Die Aufführungen von Akim rennt waren ein voller Erfolg. So schreibt zum Beispiel die WAZ, dass „…das nonverbale Schauspiel große Gefühle ausgelöst…“ hat. Um nun das Stück weiter bewerben und in weiteren Spielorten vorstellen zu können, hat uns der Filmemacher Elias Franke einen Trailer erstellt. Ich finde das Ergebnis ist sehr sehenswert geworden.

Mehr Informationen sowie aktuelle Spieltermine unter: www.akim-rennt.de

Plakat Akim rennt

Es wird immer realer und doch scheint noch so viel unerledigt, offen und zu tun. Aber nächste Woche Donnerstag steht die Premiere für ein Projekt an, dessen erste Idee mir im September 2015 begenete. Noch ist es zu früh Rückschau zu halten und daher blicke ich auf das, was es anzuschauen gibt. Hier zum Beispiel das Plakat von Akim rennt.

Akim_Premiere_Plakat

Geschafft!

Es ist Sonntag und es ist abzusehen, dass wir es geschafft haben das Crowdfunding für Akim rennt über die notwendige Schwelle von 6000 Euro zu heben.

Ich bin dankbar. Langsam kommen aber auch die Überlegungen, was man hätte anders machen sollen.

Aber Hinterher ist man ja immer klüger…