Impro Lounge

Am kommenden Donnerstag feiert das Berliner Improtheater Paternoster mit Theatersport Berlin, dass sie nun bereits 10 Jahre in der Kulturbrauerei im Prenzlauerberg spielen. Das Match zwischen den beiden Gruppen wird hinterher mit einer Impro Lounge abgerundet. Bei diesem spannenden Versuch soll über Improtheater live und im Anschluss an eine Veranstaltung gesprochen werden. Die Organisatoren von Paternoster haben mich angesprochen, bei der Lounge als kritischer Journalist aufzutreten und in der Runde für die investigativen Fragen zu sorgen. Auf diese Aufgabe freue ich mich sehr, denn ich glaube, dass es eine gute Idee ist und sowieso zu wenig hinter die Kulissen des Improtheaters blickt.

UPDATE 22.06.2014: Von der Impro Lounge ist einen Mitschnitt auf frequnez9.de erschienen: http://frequenz9.de/frequenzimpro-spezial-paternoster-lounge/

Strukturen betrachten

Wenn man Strukturen für das Erzählen von Geschichten lernt, dann beschäftigen uns die einzelnen Punkte auf der Bühne. Oft müssen die technischen Details erst einmal vom Kopf in den Bauch übergehen, damit wir wieder frei im Spiel werden.
Bei einem Workshop mit Kevin Gilles von Dad’s Garage habe ich folgende Weisheit mitgenommen: „Wir sollten nicht nach vorn schauen, welche Punkte zu erreichen wären, sondern zurück, was wir schon reicht haben.“ – Wie ich heute feststellte habe, war es ein Missverständniss – aber Kevin war von dieser Interpretation angetan.
Das man nicht planen sollte beim Impro, ist kein Geheimnis. Man sollte aber wohl mehr trainieren, sich über die Dinge im Klaren zu werden/sein, die man etabliert hat und welche Stationen erreicht sind.

Lesung trifft Impro – 23.04.2014

Zum Sonntag ein kleiner Hinweis: Am 23. April 2014 gibt es zum Welttag des Buches eine neue Ausgabe von „Lesung trifft Impro“. Gemeinsam mit meinem werten Kollegen Dirk Lausch laden wir in den Medienpoint Schöneberg und wollen aus den Lieblingsbüchern der Zuschauer lesen und darüber improvisieren. Mich freut es sehr, dass wir wieder einmal zu Gast im Medienpoint sein dürfen, denn hier schätzt man das geschriebene, gelesene und gesprochene Wort!

Mittwoch, 23. April 2014 um 19:00 Uhr  
MedienPoint Schöneberg, Crellestr.9 10827 Berlin
Eintritt frei!

Zwölf Stunden Impro

Sind ganz schön viel. Der 2. Berliner Impro Marathon war ein anstrengender Erfolg. Allein die Vorbereitung war ein Kraftakt. Es galt 17 Gruppen auf 4 Bühnen zu koordinieren, Musiker zu informieren und die vielen Kleinigkeiten zu erledigen.
Und auch die zwei Stunden vor dem Startschuss waren noch Stress pur, da man erst vor Ort sieht, wo noch etwas fehlt. Dann gilt zu improvisieren, was aber nicht so dass Problem war. Es war dann fast alles pünktlich fertig, nur leider habe ich den Startschuss auf dem Vorplatz verpasst. Auf der Matchbühne war ich dann aber bereit und konnte meine Moderation für die erste Stunde machen. Bereits hier zeigte sich die Stärke einer Veranstaltung mit rund 30 SpielerInnen, man kann wunderbar Massenszenen spielen – diese Möglichkeit wurde besonders in der Finalstunde am Ende des Marathons noch ausführlich genutzt.
Von den 12 Matchstunden moderierte ich vier selbst und vier als Assistenzmoderator, dessen Aufgabe das Messen des Applauses und das Verwalten der Punkte war. Meine 4 Freistunden zerflossen mit Orgaaufgaben, Nahrungsaufnahme und kurzen Einsätzen am Licht. Hier zeigte sich für mich auch die körperliche Anstrengung des Marathons, denn ich schätze, dass ich in den ca. 14 Stunden bis zum Finale höchstens eine Stunde zum Sitzen kam.
Leider kann ich nichts zu den anderen Bühnen sagen, denn ich kam nicht dazu, mir etwas im Salon oder der Probebühne anzusehen. Aber auf der Matchbühne gab es einige Szenen, die für mich Highlights waren: Wir wissen nun, warum Godot nicht erscheint, denn er reist nicht, wenn seine Frau das nicht will; wir sahen eine grieschische Tragödie mit kompletten Chor; ein Lied auf Lateinisch zum Sieg über Kleopatra; eine Riesenmaschiene, die Taschen mit Eulenmuster produziert sowie eine Massenoper mit um die 30 SpielerInnen.
Was für eine Veranstaltung. Nun gilt es sich alles anzusehen, sich Feedback einzuholen und den 3. Berliner Impro Marathon zu planen. Der Termin steht schon: 25.04.2015!

Lyrischer Januar 4. KW 2014

So funktioniert der lyrische Januar: Schreib jeden Tag ein Gedicht. Dabei sind die Inhalte komplett offen, allerdings die Gedichtform legen wir Woche für Woche fest.Aufgabe für die 4. KW:
Mi. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)
Do. Ode
So. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)

Montag, 20.01.2014:

Als Julius noch Cesar war,
Gab es keinen Juli im Jahr.
So brachte man ihn um,
Denn der römische Sommer ging viel zu schnell rum.

Dienstag, 21.01.2014:

Die Gedanken, wie von Hunde, jagen
Mich schweißgebadet in schlafloser Nacht.
Es drehen sich die ewigen Fragen:

Woher kommen wir? Wer hat das erdacht?
Sind wir auf dem Erdenrund aus Zufall
Oder steht ein Plan hinter all der Pracht?

Wer sind wir mit einem Vater „Urknall“
Und der Mutter Namens „Evolution“?
Sind wir der Wahrscheinlichkeiten Spielball?

Ist was wir sind weder Verdienst noch Lohn?
Leben wir von Generation denn nur
Zur Geburt der nächsten Generation?

So wache ich in innerer Klausur.
Aber in den morgendlichen Stunden
Erkenne ich den Zweifel als Struktur.

Denn folge ich aus Angst diesen Hunden,
Müsste ich Ja zu einem Schöpfer sagen.
Doch dieser Schluss will mir nimmer munden.

Lieber dreh‘ ich ewig diese Runden!

Mittwoch, 22.01.2014
Der Mittwoch hat mich echt Nerven gekostet und nun endlich ist er online. Ich denke das Problem war, dass ich unbedingt dieses Thema umsetzen wollte und nicht der Inspiration gefolgt bin. Hach, die Musen sind aber auch widerspänstige gemeine Dinger…

Sonett

Am Anfang war es nicht leicht zu sehen,
In welches Unbekannte die Reise
Uns führt und auch nicht auf welche Weise.
Doch nun kannst Du mich besser verstehen.

Du begreifst aus welchen Geburtswehen
Die Erkenntnis trat hervor ganz leise.
Siehst Du, wie lange wir zogen Kreise,
Um endlich an diesem Punkt zu stehen?

Blicke fröhlich zurück und sieh ein,
Dass Du nun innerlich gewachsen bist.
Das ist nicht bloß Gerede oder Schein.

Dein Verstand hatte die Segel gehisst.
So lauf in den Hafen des Wissens ein,
Bis er das Gelernte wieder vergisst.

Donnerstag, 23.01.2014

Die Gewalt des Sturmes

Hoch die Wellen peitschen, hoch bis über den Mast.
Auf Deck stehend, zusammengedrängt, Mann an Mann,
Sich in die Wanden werfend
Gegen die Gewalt des Sturmes.

Das Schiff erklimmt der Welle schäumend hohen Kamm,
Verharrt auf Berges Spitze – den Göttern zum Gruß
Und rauscht hinab zur Hölle
Wegen der Gewalt des Sturmes.

Eisig holt das Wasser über, das Deck entlang.
Gegerbte Hände fassen Seile voller Kraft.
Stoßgebete himmelwärts
Gegen die Gewalt des Sturmes!

All das Tosen ist verstummt in der blauen See.
Den wütenden Wind erstezt ein dumpfes Rauschen.
Viel zu friedlich ist es hier
Unter der Gewalt des Sturmes.

Doch das Holz will nicht ersaufen, es treibt hinauf.
Wer von der Stille nicht wart verführt, kommt mit hoch
In den Überlebenskampf
Gegen die Gewalt des Sturmes.

So dreht sich das Karusell hinauf und hinab.
Wer darin war, verflucht es und fährt doch wieder,
Denn sie wollen raus aufs Meer
Auch wegen der Gewalt des Sturmes.

Freitag, 24.01.2014
(Achtung: Nur noch 11 Monate um Weichnachtsgeschenke zu besorgen!)

Ein Fischer war der Ahab
Das brachte ihn auch ins Grab.
Denn ein Wahl ist kein Fisch
Und Moby mochte die falsche Einordnung in die Systematik der Tiere nisch!

Lyrischer Januar nach 2 Wochen Ver(s)dichtung

Wir werden mehr und besser. So würde ich Zwischenfazit ziehen, nach nun 14 Tagen lyrischer Januar. Es wird nicht nur auf Blogs sondern immer noch fleißig bei Facebook mitgedichtet. Und neben den Beteiligten der letzten Woche ist noch Tim von halt-dichten.de hinzugekommen. Auch Dir rufe ich zu:

Lass die Worte Dich auf Schwingen reimwärts tragen,
wir wollen sie nur nach ihrer Schönheit fragen.

Die Aufgabe für die 4. Kalenderwoche stellt nun schon größere Herausforderungen. Meine Hoffnung ist, dass sich niemand abgeschreckt fühlt.

Entschuldigung muss ich sagen, dass die 4. KW erst so spät veröffentlicht wird. Es lag etwas an technischen Problemen. Also wenn jemand erst morgen den Montag postet, gibt es (wie immer) keine Schelte!

Die Aufgabe 4. KW:

Mi. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)
Do. Ode
So. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)

Und hier nochmals die bisher beteiligten Blogs:
http://macrone.wordpress.com/
http://kleinepoeme.wordpress.com/
http://www.dreiviertelzwoelf.com/
http://www.halt-dichten.de/

Die Freie Studentenbühne Eberswalde improvisiert

Am kommenden Mittwoch 22.01.2014 ist es nach einem Semester probieren und trainineren soweit: der neue Kurs der Freien Studentenbühne Eberswalde wagt sich auf die Bühne. Der Studentenclub öffnet seine Tür und ab 20:30 Uhr treffen die neuen Improtalente auf ein „echtes“ Publikum.

Logo der FSE

Die FSE wird von mir nun schon seit 2002 geleitet und so groß war der Kurs seit Jahren nicht mehr. Am kommenden Mittwoch werden sich über 10 Studenten aus den verschiedenen Fachbereichen der Hochschule auf die Bühne wagen. Aus den Publikumsvorgaben gilt es Szenen zu improvisieren, die eine Geschichte erzählen und auch noch unterhaltsam sind. Wie schwer das ist, wissen die Improtalente nur zu gut, aber auch wie toll, wenn sich fast magisch aus den losen Teilen etwas Ganzes ergibt.

Aufgeregt bin auch ich, denn ich haben versprochen meine Leute nicht allein auf die Bühne zu schicken. Das heißt für mich, dass ich neben der Moderation noch ein paar andere Aufgaben übernehmen werde. Aber wenn ich mich nicht völlig verschätze, werden wir und das Publikum viel Spaß haben!

Freie Studentenbühne Eberswalde„Die Früchte unserer Arbeit“
Wann: 22.01.2014, 20:30 Uhr
Wo: Studentenclub Eberswalde, Schicklerstr. 1 16225 EW
Wieviel: Nix – Eintritt frei!
Facebook: https://www.facebook.com/events/615988938471482

Lyrischer Januar 3. KW 2014

So funktioniert der lyrische Januar: Schreib jeden Tag ein Gedicht. Dabei sind die Inhalte komplett offen, allerdings die Gedichtform legen wir Woche für Woche fest.

Aufgabe für die 3. KW:

Mo. Epigramm
Di. Akrostichon
Mi. Limerick
Do. Elfchen
Fr. Epigramm
Sa. Akrostichon
So. Limerick

Montag, 13.01.2014

Verurteile die Aufgabe nicht, nur weil sie war hoch gesteckt.
Verdamme sie erst, wenn der Rücken beim Strecken verreckt.

 Lessing und Lavater zu Gast bei Moses Mendelssohn. Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim 1856

Lessing und Lavater zu Gast bei Moses Mendelssohn. Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim 1856

Dienstag, 14.01.2014

Ich sagte Ja in stiller Stunde.
Dachte für mich, es wird schon gut.
Ich sprach mit zu vollem Munde
Ohne den – oh so nötigen – Mut.
Traurig erkenne ich, was ich war!

Mittwoch, 15.01.2014

In Hamburg in einem Keller
Wäscht ein Küchenjunge Teller.
Er verdient Niedriglohn
Und denkt voller Hohn:
Zum Glück bin ich schon im Keller!

Donnerstag, 16.01.2014

Am Donnerstag war ich viel unterwegs und habe nur ein entschuldigendes Elfchen an eine mahnende Fragerin gesendet. Mein Donnerstagselfchen bezieht sich aber auf den Auftritt mit dem Theater ohne Probe Im Sinne von Brecht.

Piraten
Räuberische Revolutionäre?
Schiffe segelnder Schrecken?
Wankende, wütende, wiederliche Wahnsinnige!Projektionsfläche.

Freitag, 17.01.2014

Der Weg ist weiter und steiniger oft, weiter als man beim ersten Schritt gehofft.
Nur bist Du darum nicht losgegangen, bleibt Dein Sehnen stets dem Weg verfangen.

Samstag, 18.01.2014

Zu schnell vergest Du in
Einer schönen Stunde Beginn.
Ich will Dich festhalten,
Trotzdem gehst Du tickend dahin.

Sonntag, 19.01.2014

Es war eine Frau in Paris,
Die fand ihr Leben ziemlich mies
Sie wollte nicht mehr sein,
Trank zu viel roten Wein
Und war nimmermehr in Paris.

Der lyrische Januar – Zwischenstand nach einer Woche

Die erste Woche des lyrischen Januars – also der Aufgabe, jeden Tag ein Gedicht (Reimwerk, Wortgebilde) nach bestimmten Vorgaben zu schreiben – ist gestern für mich mit einem späten Zweizeiler beendet wurden. Es zeigt sich, dass die Aufgabe jeden Tag etwas zu schreiben nicht so leicht ist. Woher bekommt man die Inspiration und wie lang kann und will man sich mit der Aufgabe mühen…

Carl Spitzweg: Der arme Poet

Aber wo kein Schweiß, da kein Preis. Der größte Erfolg der Woche liegt für mich nicht im persönlichen dichterischen Schöpfen, sondern darin, dass es nun bereits 5 MitdichterInnen sind. Unglaublich! Macro war mit seinem Blog von Anfang an dabei – er war auch der Anstoß, dass ich die Idee umsetzte. Dann folge Max Glatz, der bisher einfach seine Werke auf Facebook in die Kommentare gepostet hat. Er hat aber sein eigens Blog. Nun haben sich noch die beiden (oder zumindest zwei der) Autoren von dreiviertelzwölf angeschlossen. Und ich weiß noch, dass heimlich jemand mitdichtet, ohne zu veröffentlichen. Vielleicht ändert sich das noch, aber wenn nicht, finde ich es dennoch wunderbar!

Nun steht eine neue Woche vor der Tür und mit Macro habe ich mich geeinigt, dass wir folgende Aufgabe stellen:

Mo. Epigramm
Di. Akrostichon
Mi. Limerick
Do. Elfchen
Fr. Epigramm
Sa. Akrostichon
So. Limerick

Wir dachten uns, dass Wiederholung die Mutter der Weisheit ist 😉

Und hier nochmals die bisher beteiligten Blogs:
http://macrone.wordpress.com/
http://kleinepoeme.wordpress.com/
http://www.dreiviertelzwoelf.com/

Lyrischer Januar 2. KW 2014

So funktioniert der lyrische Januar: Schreib jeden Tag ein Gedicht. Dabei sind die Inhalte komplett offen, allerdings die Gedichtform legen wir Woche für Woche fest.

Aufgabe für die 2. KW: Dichte jeden Tag ein Gedicht, bei dem jede Zeile eine definierte Silbenanzahl aufweist. Gern jeweils 2 Strophen.

  • Mo. 12 Silben
  • Di. 10 Silben
  • Mi. 8 Silben
  • Do. 6 Silben
  • Fr. 7 Silben
  • Sa. 9 Silben
  • So. 11 Silben

Montag, 06.01.2014

Nun geht er los der lyrische Januar. Die Inspiration für die folgenden Zeilen stammen aus der Wikipedia. Es ist wirklich ein Silbengezähle geworden, aber wenn ich mich nicht vertan habe, dann hat jede Zeile genau 12.

Er war ein Wissenschaftler sowie Entdecker,
Er beobachtete die Natur sehr genau.
Er zählte nicht nur Erbsen für den Gartenbau,
sondern gilt auch für die Forschung als Erwecker.

Die Zeit verhüllt so vieles mit Nebelbänken
Und doch gut erinnert man sich seiner Taten.
Auch Du sollst am sechsten Januar nicht raten,
Dass wir dem Tod von Georg Mendel gedenken.

Dienstag, 07.01.2014

Heute war die Inspiration dieses Foto.

Foto: Gaslaterne / @Thoja

Gaslaterne

Wieso vergaß man Dich am Straßenrand?
Du leuchtest nicht mehr, bist längst ausgebrannt
Und erscheinst wie aus einem fremden Land,
In Deinem rost-grünen Trauergewand.

Deine Verwandschaft bestrahlte gerne,
Die Lily Marlen vor der Kaserne,
Doch irgendwann sinken alle Sterne –
Vergessene alte Gaslaterne.

Mittwoch, 08.01.2014

Ein Blick in der Bahn ist doch so:
Ist er ein Lächeln, macht er froh.
Ist er ein Flirten, schießt das Blut.
Ist er ein Drohen, braucht es Mut.

Doch stumm bleiben wir all zu oft.
Wer hat nicht schon darauf gehofft,
Den Mund aufgetan zu haben,
Als bloß mit dem Fuß zu schaben?

Warum trauen wir uns denn nicht?
Hält jemand über uns Gericht?
Was gibt der Sorge das Gewicht?
Wie wird der Verzicht zum Gedicht?

Donnerstag, 09.01.2014

Geschrieben gestrichen
Gedanken durchgezählt
(Doch) nicht exakt getroffen
Wieder einmal verfehlt

Über das Ermatten
Wörterwürfel gestählt
Meisterlich gelungen
Oder Genie verhehlt

Macro, Max gedenkend
Lesern hingereichend
Dankedaumen klickend
Aufmerksamkeit heischend

Freitag, 10.01.2014
Das Sieben-Silben-Reimwerk wurde zwar am Freitag zusammengefügt, aber ich bekam es nicht rechtzeitig online.

Sechs mal sieben lautet sie,
Die Antwort aller Fragen.
Beschreibt das Universum
Vom Kern des Pudels bis zur
Siebzehnten Dimension.

Nur die Antwort verrät nie,
Das muss man ehrlich sagen,
Wo die Frage dreht sich drum.
Deren Lösung steht hier nur
Uns Menschen zu Spott und Hohn.

Samstag, 10.01.2014

„Keine Zeit! Keine Zeit! Keine Zeit!“
Rief er schnell und hastete vorbei.
Kein Blick zurück im Vorwärtsrasen
Stur nur in der Selbstgetriebenheit.

Mein gesagtes: „Bitte, sieh Dich vor!“
Erreichte sein Ohr sicher nicht mehr,
Sonst hätte er wohl die Staßenbahn
Nicht übersehen – der arme Tor.

Nun hat er die Zeit! Rollstuhlgerecht
Sucht er sich seinen Weg durch die Stadt.
„Nein, das ist nicht gerecht!“ sage ich,
„Das Leben läuft für die meisten schlecht!“

Sonntag, 11.01.2014

Mucha, hatte die Kraft der Linie erkannt
Und verfließend die Natur daran gebannt.

Werbung war keine Schande für seinen Schwung,
Der Slaven Seele galt seine Verpflichtung.