Lyrischer Januar 4. KW 2014

So funktioniert der lyrische Januar: Schreib jeden Tag ein Gedicht. Dabei sind die Inhalte komplett offen, allerdings die Gedichtform legen wir Woche für Woche fest.Aufgabe für die 4. KW:
Mi. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)
Do. Ode
So. Sonett (abba – abba – cdc – dcd)

Montag, 20.01.2014:

Als Julius noch Cesar war,
Gab es keinen Juli im Jahr.
So brachte man ihn um,
Denn der römische Sommer ging viel zu schnell rum.

Dienstag, 21.01.2014:

Die Gedanken, wie von Hunde, jagen
Mich schweißgebadet in schlafloser Nacht.
Es drehen sich die ewigen Fragen:

Woher kommen wir? Wer hat das erdacht?
Sind wir auf dem Erdenrund aus Zufall
Oder steht ein Plan hinter all der Pracht?

Wer sind wir mit einem Vater „Urknall“
Und der Mutter Namens „Evolution“?
Sind wir der Wahrscheinlichkeiten Spielball?

Ist was wir sind weder Verdienst noch Lohn?
Leben wir von Generation denn nur
Zur Geburt der nächsten Generation?

So wache ich in innerer Klausur.
Aber in den morgendlichen Stunden
Erkenne ich den Zweifel als Struktur.

Denn folge ich aus Angst diesen Hunden,
Müsste ich Ja zu einem Schöpfer sagen.
Doch dieser Schluss will mir nimmer munden.

Lieber dreh‘ ich ewig diese Runden!

Mittwoch, 22.01.2014
Der Mittwoch hat mich echt Nerven gekostet und nun endlich ist er online. Ich denke das Problem war, dass ich unbedingt dieses Thema umsetzen wollte und nicht der Inspiration gefolgt bin. Hach, die Musen sind aber auch widerspänstige gemeine Dinger…

Sonett

Am Anfang war es nicht leicht zu sehen,
In welches Unbekannte die Reise
Uns führt und auch nicht auf welche Weise.
Doch nun kannst Du mich besser verstehen.

Du begreifst aus welchen Geburtswehen
Die Erkenntnis trat hervor ganz leise.
Siehst Du, wie lange wir zogen Kreise,
Um endlich an diesem Punkt zu stehen?

Blicke fröhlich zurück und sieh ein,
Dass Du nun innerlich gewachsen bist.
Das ist nicht bloß Gerede oder Schein.

Dein Verstand hatte die Segel gehisst.
So lauf in den Hafen des Wissens ein,
Bis er das Gelernte wieder vergisst.

Donnerstag, 23.01.2014

Die Gewalt des Sturmes

Hoch die Wellen peitschen, hoch bis über den Mast.
Auf Deck stehend, zusammengedrängt, Mann an Mann,
Sich in die Wanden werfend
Gegen die Gewalt des Sturmes.

Das Schiff erklimmt der Welle schäumend hohen Kamm,
Verharrt auf Berges Spitze – den Göttern zum Gruß
Und rauscht hinab zur Hölle
Wegen der Gewalt des Sturmes.

Eisig holt das Wasser über, das Deck entlang.
Gegerbte Hände fassen Seile voller Kraft.
Stoßgebete himmelwärts
Gegen die Gewalt des Sturmes!

All das Tosen ist verstummt in der blauen See.
Den wütenden Wind erstezt ein dumpfes Rauschen.
Viel zu friedlich ist es hier
Unter der Gewalt des Sturmes.

Doch das Holz will nicht ersaufen, es treibt hinauf.
Wer von der Stille nicht wart verführt, kommt mit hoch
In den Überlebenskampf
Gegen die Gewalt des Sturmes.

So dreht sich das Karusell hinauf und hinab.
Wer darin war, verflucht es und fährt doch wieder,
Denn sie wollen raus aufs Meer
Auch wegen der Gewalt des Sturmes.

Freitag, 24.01.2014
(Achtung: Nur noch 11 Monate um Weichnachtsgeschenke zu besorgen!)

Ein Fischer war der Ahab
Das brachte ihn auch ins Grab.
Denn ein Wahl ist kein Fisch
Und Moby mochte die falsche Einordnung in die Systematik der Tiere nisch!

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