ToPs und Gäste: Lisa Rowland

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Ein spontaner Abend mit Lisa Rowland von BATS IMPROV aus San Francisco! Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr ist Lisa zurück in Berlin und das Theater ohne Probe lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen sie als Gast zu begrüßen. (Show -überwiegend- in Englischer Sprache)
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So, 02. November 2014, 19:00 / Berlin
ToPs und Gäste: Lisa Rowland

Trailer des 4. Potsdamer Improtheater Festivals

Das Festival wirft seine Schatten voraus. Ich werde demnächst an dieser Stelle auch noch mehr zum Potsdamer Festival ankündigen. Aber erst einmal der Trailer, der sehr gut geworden ist, wie ich finde. Besonders wenn man bedenkt, dass es mal wieder kein Geld dafür gab…

www.improfestival-potsdam.de

Auf die Bühnen im September

Die Sommerpause geht zu Ende und es stehen nun wieder Auftritte an. Das zweite Halbjahr beginnt für mich in Potsdam mit Impropedia. Dann folgt das erste Mal in dieser Spielzeit „Im Sinne von Brecht“ in der Brotfabrik Berlin am 19. Mit Lesung trifft Impro sind wir am 26. das erstmals in Buch. (Lesen in Buch, wie passend.) Der Monat schließt wie so oft mit den „ToPs der Woche“ am 28. im BühnenRausch.
Es geht also wieder gut los.

Phaser on Stun – improvisiertes StarTrek

Notizen aus San Francisco: Am Donnerstag (14.08.2014) sah ich im Shelton Theater eine Show des SF Improv Collectiv. Die erste Hälfte der Show bestand aus Kurzformen (also Improgames), die unterhaltsam und erfrischend schnell gespielt wurden. Auffallend war, das im Training offensichtlich großes Augenmerk auf den fließenden Übergang zwischen den Szenen gelegt wurde. Das ist etwas, was ich mir mehr für Shows zuhause wünschen würde.
Die zweite Hälfte stand hingegen komplett im Zeichen des StarTrek Universums. Die SpielerInnen von „Phaser on Stun“ hatten sich in passende Uniformen der Helden der Originalserie gewandet – solche Uniformen waren auch im Publikum zu sehen, was die Zahl der anwesenden Trekkies erkennen ließ. Da ich auch ein Fan der Serie bin und jede Folge kenne, war ich „fasziniert“ was nun folgen sollte.
Man kündigte für die kommenden 45 Minuten eine bis her nicht verfilmte Folge an, die aber weder auf der berühmten U.S.S. Enterprise spielen sollte noch mit den bekannten Helden wie Kirk, Spock oder Pille. Nachdem etwas umständlich ein Folgentitel ermittelt wurde und noch die Vorgaben wichtiges Körperteil „Milz“, Anomalie „Schwarzes Loch“ und eine Verbindung zweier Charaktere eingeholt waren, ging es los. Auf dem Förderationsraumschiff „Golden Gate“ sahen wir die Folge „Hamburger“. Die 6 SpielerInnen entwickelten mit großer Freude einen unterhaltsamen Plot, mit vielen Elementen, die man aus Star Trek kennt. Es gab die typischen Brückenszenen, mit den verschiedenen Funktionen und Befehlsketten, das klettern durch Jeffries-Röhren, das Laufen durch die endlosen Flure des Raumschiffs sowie eine Faustkampfszene. Im Gesamten war es eine gelungene Adaption der alten Serie und ein Spaß zum Zusehen!
Wenn man daran herum nörgeln wollen würde, so empfand ich die Auswahl eines Titels als wenig hilfreich. „Hamburger“ war unpassend für das Genre und musste etwas brachial eingebaut werden. Persönlich fände ich die Frage nach einem allgemeinen gesellschaftlichen Problem besser, denn es ging schließlich auch in der Originalserie pro Folge um eines. Warum also nicht das Publikum danach fragen und eine SiFi-Parabel daraus machen? Der Rest wäre dann Spaß am Genre.
Wenn man nicht nörgeln will, dann bleibt lobend zu vermerken, dass die 6 SpielerInnen hoch aufmerksam miteinander spielten und selbst bei Massenszenen wunderbar den Fokuswechsel schafften. Es bleibt also für San Francisco und die unendlichen Weiten zu hoffen, dass die Phaser auch noch in den kommenden Sternzeiten auf Stun bleiben. Denn mit Impro und Star Trek sind noch unendliche Weiten zu erforschen.

Potsdamer Improfestival sucht digitale Improformate

+++++++++++CALL FOR FORMATS+++++++

„Impro verlinkt“

Das vierte Potsdamer Improtheater Festival verlinkt sich dieses Jahr mit dem „Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft“. Bei „Impro verlinkt“ wollen wir zeigen, dass die Kunstform Improvisationstheater nicht an der technischen Entwicklung vorbei geht, sondern den Link in neue Medien spielend schafft. Als Plattform für Improtheater suchen wir für dieses Jahr Formate, die digitale Themen und Techniken mit der Bühne verbinden.

Wer experimentiert zurzeit mit dem Internet für Vorgaben oder als Rückkanal mit dem Publikum?

Welche Gruppe setzt Hard- und Software ein um ihre Shows zu erweitern?

Wer hat den Sprung in das digitale Improtheater geschafft?

Mit „Impro verlinkt“ wollen wir in Potsdam eure digitalen Formate auf die Bühne des KuZe bringen und euch mit gleichgesinnten Gruppen vernetzen.

Das Potsdamer Improfestival ist ein kleines nicht-kommerzielles Festival, das vom Studentischen Kulturzentrum [KuZe] ausgerichtet wird. Seit vier Jahren bietet es die Plattform für vielfältiges improvisiertes Theater in Potsdam und verlinkt seither die Vorzüge dieser Kunstform mit dem Potsdamer Publikum.

Rahmendaten:
14.-17. November 2014

Ort:
Studentisches Kulturzentrum Potsdam
Hermann-Elflein-Str. 10, 14469 Potsdam, http://www.kuze-potsdam.de

Kontakt:
Bitte meldet euch per Mail mit einer kurzen Formatbeschreibung, Anzahl der Spieler_Innen und technischen Anforderungen bis zum 01.08.14 an info@improfestival-potsdam.de HH

Wir freuen uns auf eure Mails und verbleiben mit spontan verlinkten Grüßen

Thomas Jäkel
Künstlerische Intelligenz (K.I.)

Sören Boller
Veranstaltungsmanagement (CPU)

Timing ist alles

Timing ist zumindest dann alles, wenn es um Humor geht. Wer sich mit Unterhaltung beschäftigt, stellt schnell fest, dass ein spritziger Text oder eine witzige Aktion nur dann spritzig oder witzig ist, wenn das Timing stimmt. Aber was ist Timing? Die Wikipedia sagt, dass dieser Anglizismus „im Deutschen für eine (optimale) zeitliche Abstimmung zweier Aktionen oder Ereignisse“ steht.

Aber was ist optimal? Das läßt sich für die Bühne m. E. genau sagen: Die erste Aktion muss so abgeschlossen sein, dass das Publikum sie verarbeiten und begreifen konnte. Die kommende Aktion muss dann so schnell folgen, dass sie nicht vorhergesehen oder gar herbeigesehnt wird, sie darf aber auch nicht die vorherige Aktion überlagern. Oft läßt sich Timing nur durch Gefühl finden und durch Erfahrung erlangen. Wenn man aber unsicher ist, dann dann lieber eine Pause machen – das heißt nicht warten, sondern mit angehaltenem Atem die Spannung steigern. Wem dies gelingt, kann sich aus vielfältigen Unsicherheiten herausretten. Denn wir Menschen neigen schließlich zum Spiegeln von Emotionen und wenn jemand gespannt ist, dann sind wir es tendenziell auch.

Anforderungsprofil an die Improbühne

Heute musste ich die Anforderungen an die Bühne und Technik aufzuschreiben, die wir (Das Theater ohne Probe) für einen Auftritt auf einem Festival hätten. Im Gegensatz zu einer festen Inszenierung halten sich die Anforderungen bei uns nicht nur in Grenzen (auf der Bühne braucht es letztlich nur 4 Stühle und einen Kleiderständer) sondern sie bleiben auch sehr wage (schließlich kommt es immer wieder vor, das wir aufgrund der Improvisation bestimmte Dinge nicht verwenden).

Das macht es unheimlich schwer, die genauen Anforderungen festzuhalten. Letztlich könnten wir auf sehr viel verzichten, aber dennoch ist alles ein Einschnitt in unser Konzept und Format. Daher ging es darum, klare Anforderungen zu formulieren, aber auch zu sagen, dass es sein kann, dass wir bestimmte Dinge dann vielleicht nicht nutzen. Am häufigsten passiert dies beim Licht. Hier richten wir oft Scheinwerfer oder Effekte ein, die dann keine Verwendung in der Show finden. Aber es wäre auch vermessen zu einem Klavierspieler zu sagen, wenn Du nicht alle Tasten brauchst, dann stimmen wir nur die verwendeten Saiten. Bei der Improvisation kann man ruhig ein paar Dinge auf Reserve haben.

Für mich ist der wichtigste Satz in unserem Anforderungsprofil: „Sollte das nicht möglich sein, dann sprechen Sie mit uns.“ Denn wir können uns auf viel einlassen, aber schön ist es, dieses nicht erst kurz vor einer Show tun zu müssen.

Berühren und Souflieren im Podcast

In den vergangen Wochen sind einige Podcasts erschienen, auf die ich noch nicht hingewiesen habe. Zum einen sind zwei weitere Folgen von FrequenzImpro online gegangen. In der Nummer 32 sprach ich mich mit Stephan Ziron über das Game „Souffleur“ bzw. „Satz vervollständigen„. Da wir fleißig waren, nahmen wir auch gleich noch eine Folge zum Thema Berührung auf, die hauptsächlich auch auf verschiedenen Games beruht. Für Improspieler sind die beiden Folgen sicher nicht uninteressant.

FrequenzImpro 032: Souffleur

FrequenzImpro 033: Berührung

Was mir beim Durchsehen von frequenz9.de aufgefallen ist: Ich habe immer noch nicht das Spezial zur Impro Lounge am 8. Mai 2014 verlinkt. Deshalb habe ich den Ankündigungsartikel nun mit einem Update versehen und wer sich eine öffentliche Nachbesprechung eines Impro-Matches anhören möchte, dem sei dies hier empfohlen:
http://frequenz9.de/frequenzimpro-spezial-paternoster-lounge/

Impro bewerten

Für das kleine Festival von Die Gorillas mit dem Titel Theater.Improvisiert sitze ich zurzeit in der Jury. Wir sollen eine Bewertung zu den Stücken abgeben, die unter der Regie von 5 Spielern der Gorillas entstanden sind. Man fragt sich natürlich, ob man überhaupt und wie man Improvisation bewerten kann.

Für mich haben sich zwei wichtige Kriterien gezeigt: Erstens kann man das auf der Bühne mit dem Anspruch im Text des Konzeptes vergleichen. Hier gibt es tatsächlich signifikante Unterschiede. Besonders spannend war für mich zu sehen, wie mancher Ansatz Früchte in eine andere Richtung trug. Hier zeigt sich, dass die Konzepte bei der Improvisation vielleicht nicht immer aufgehen, aber es gut ist, eines zu haben.
Und das zweite Kriterium ist der Blick ins Publikum. Wie kommt die Idee an? Sind die Leute dabei? Schaffen es die Spieler, ihre Kunst zu vermitteln.