Der lyrische Januar – Impro Tag für Tag

Nach meinem Artikel zu Kreativlisten: Impro für jeden Tag gab es etliche positive Reaktionen. Gemeinsam mit meinem guten Kollegen macro habe ich mich auf einen ersten Versuch verständigt und am morgigen Montag geht es los. Wir wollen bis Ende Januar jeden Tag ein kleines Gedicht schreiben, um unsere dichterischen Fähigkeiten für die Impro-Bühne auszubauen. Es soll aber nicht nur drauflos gereimt werden, sondern es wird jeden Tag eine kleine Aufgaben geben. Dabei bildet die erste Woche das Warm-Up für die Grundlage, denn es geht noch um keine direkten Gedichtformen oder Inhalte. Die ersten 7 Tage sind Fingerübungen zur Silbenanzahl. Jeden Tag gilt es ein paar Zeilen mit der angegebenen Zahl an Silben zu schreiben.

Um nicht das Blog völlig mit Einzelgedichten zu überhäufen, haben wir uns vorgenommen unter die Wochenaufgaben einfach jeden Tag ein Update mit dem Gedicht zu setzen. So bleibt alles in einem Artikel – hübsch und übersichtlich.

Wer gern mitmachen will, kopiere sich die folgende Aufgabenstellung in einen eigenen Artikel und update jeden Tag seine Dichtung darunter. (Das geht sicher auch mit Facebook oder ähnlichem.) Sollte uns das Spaß machen, gibt es vielleicht auch eine Aufgabe für den Februar.

Lyrischer Januar 2. KW 2014

Und so funktioniert der lyrische Januar:
Schreib jeden Tag ein Gedicht. Dabei sind die Inhalte komplett offen, allerdings die Gedichtform legen wir Woche für Woche fest.

2. KW: Dichte jeden Tag ein Gedicht, bei dem jede Zeile eine definierte Silbenanzahl aufweist.

  • Mo. 12 Silben
  • Di. 10 Silben
  • Mi. 8 Silben
  • Do. 6 Silben
  • Fr. 7 Silben
  • Sa. 9 Silben
  • So. 11 Silben

Gern jeweils 2 Strophen.

Mit gutem Gewissen über Kultur schreiben

Mit einem privaten Blog betritt man, ob man nun will oder nicht, das unsichere Terrain des Journalismus. Der Journalist stellt über Themen Öffentlichkeit her und bestimmt daher die Meinungsbildung mit, deshalb muss er eigentlich ausgewogen bewerten und unabhängig sein. Mein kleines Blog hat nun nicht die Reichweite und was ich hier schreibe beeinflußt sicher nicht all zu viele Menschen, dennoch versuche ich meiner Verantwortung gerecht zu werden.

Meine Bedenken zu diesem Thema sind momentan ganz konkret. Was ist passiert? Heute Abend werde ich mir die Show BEYOND im CHAMÄLEON Theater in Berlin ansehen. Grund dafür ist eine Anfrage über mein Blog, ob ich nicht die Show sehen und einen Artikel darüber schreiben wolle. Das ist nichts Neues. Ich habe schon viele Shows gesehen und darüber hier oder bei Impro-News.de geschrieben. Auch nicht neu ist, dass ich dafür Frei- bzw. Pressekarten bekomme. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang, wie er tausendfach täglich in Deutschland vorkommt. Kulturjournalisten werden angefragt, zu Veranstaltungen eingeladen und schreiben darüber ihre Meinung.

Einen unbestimmt unwohligen Beigeschmack bereitet mir aber, dass die Anfrage nicht vom CHAMÄLION kam, sondern von TUG LTD – Creativ Search Marketing. Diese Agentur aus London betreibt unter anderem „Search Engine Optimisation“, „Social Media Marketing“ und „Creative Search Marketing“ für ihre Kunden. Man erhofft sich und erbat es auch offen von meinem Artikel einen Link auf die Seite des CHAMÄLEON und damit bessere Chancen bei der Verbreitung der Show. Werbung also, die natürlich ebenfalls eine Bericht in einer Zeitung wäre. Eigentlich auch ganz normal.

Und dennoch habe ich mir in meiner Zusagemail zwei Dinge ausgeboten:

„Zum einen werde ich offen schreiben, dass Sie mich eingeladen haben die Show zu sehen und ich darf im Gegenzug gern etwas schreiben  – ich sehe das im Sinne einer Pressekarte. Und 2. werde ich schreiben, was ich will und wie es mir gefallen hat.“

Mir ist beim Journalismus Transparenz und Belastbarkeit wichtig. Daher die Sorge mit diesem freundlichen Angebot in den Verdacht zu geraten eine Linkschleuder oder ein SEO-Blogger zu sein. Denn die Grenzen sind fließend. Aber mit diesem Artikel habe ich zumindest den ersten Punkt meiner Bedingungen erfüllt und Transparenz hergestellt. Somit kann ich zumindest vorerst mit gutem Gewissen über Kultur schreiben.

Alles neu, alles besser und nun wieder regelmäßig

In den letzten Monaten ist es auf diesem Blog sehr still geworden. Und heute (24.04.2012) präsentiert er sich als komplette Baustelle. Aber dennoch ist alles besser!

Das liebe Team von theaterblogs.de hat gewerkelt und gebastelt, um meinen Wunsch nach neuster Software und mehr Autonomie nachzukommen. Leider musste man mich dafür aus dem Portal vorerst ausgliedern. Meine Beiträge sind zurzeit nur unter den externen Blogs zu finden. Dafür kann ich nun schalten und walten, wie ich will. UND!!! Nun habe ich sogar die Möglichkeit von unterwegs zu posten (Dieser Beitrag ist schon so entstanden ;-).

Es liegt zwar noch eine Menge Arbeit vor mir, aber ich sehe dem mit Vergnügen entgegen. Einige Punkte auf meiner Liste sind:

    • mehr Regelmäßigkeit durch höhere Erreichbarkeit durch mich
    • bessere Einbindung von externen Medien, Feeds uvm.
    • einige Unterseiten zu mir und verschiedenen Projekten, um z.B. auch Unterlagen zum Download anzubieten
    • bessere Einbindung von Twitter, Flattr und anderem sozialen Gedöns

Wie schnell ich meine ToDo-Liste abarbeiten werde, weiß ich nicht. Doch die Motivation stimmt jetzt wieder!

Update: 30.04.2012: Die Arbeiten sind schon etwas voran geschritten.

+ Das Design wurde von mir angepaßt – es gibt nun rechts zwei Seitenspalten
+ Zu allen Artikeln gibt es jetzt einen automatisch generieten Flattr-Knopf.
+ meine nächsten Auftritte auf der Bühne kann man nun unter „Auf der Bühne“ finden
+ Links zu Projekten, an denen ich beteiligt bin, gibt es unter „Projekte Projekte“

– die Einbindung von selbst hochgeladenen Bildern funzt noch immer nicht
– ich bin noch sehr unzufrieden mit dem Design!