Man kann also auch morgens Theater spielen…

Samstag Morgen, 10:30 Uhr, Eberswalde Zentrum. Ein grauer Märztag, die Sonne war noch nicht aufgestanden, aber ein Teil der freien Studentenbühne Eberswalde schon: Auftritt bei Guten Morgen Eberswalde. Diese wöchentliche Veranstaltungsreihe bietet samstäglich Kultur im Stadtzentrum – und das für die glücklichen Eberswalder kostenlos. Diesen Samstag war also die FSE dran.

Und wie war's? Es war einfach schick. Die ursprüngliche Form des Theaters. Kleine Bühne, Tageslicht, Marktplatz und wer kommt, ist dabei. Improvisation pur. (Was aber nicht für die Veranstaltung und den Veranstalter gilt! Da war alles professionell und entspannt abgelaufen – wie man sich das eben wünscht.)

Anfänglich gaben sich die Eberswalder zwar etwas verstockt, als es an das Publikumsaufwärmen ging. Die Kniebeugen wurden nur widerwillig absolviert. Doch dann wurde dafür um so mehr gelacht und mitgespielt. Selbst die Kinder in den ersten Reihen tauten in der zweiten Hälfte auf und warfen munter Begriffe mit ein. (Wir haben auch extra für sie ein kleines Märchen gespielt- Gut gegen Böse)

Uns hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht und den Zuschauern auch (die angehenden Abiturienten hatten ihre Freude besonders an ihrer persönlichen Abi-Charity-CD). Weiter hinten waren wir zwar ab und zu schwer zu verstehen, dafür geloben wir aber Besserung!

Und wen es interessiert, ist hier noch die Vorankündigung bzw. der FSE-Tour-Nachruf in der Märkischen Oderzeitung verlinkt.

Wir kommen auf alle Fälle gern wieder, wenn Guten Morgen Eberswalde uns wieder einmal einlädt. 

Gestern bei den Schmetterlings

Sehen, was andere so treiben und davon lernen, ist ein wirklich gute Sache.

Gestern waren wir bei den Schmetterlings im Bühnenrausch Berlin. Eine kleine Improtruppe, von der ich vorher noch nichts gehört hatte – was aber bei der Anzahl an Improgruppen und Namen kein Wunder ist. (Man muß Namen extra erwähnen, da viele Spieler bekanntlich auf mehren Hochzeiten tanzen und oft in verschiedenen Formationen spielen.)

Und was hat es nun gebracht, sich die Schmetterlings anzusehen?

1. Freude!

2. Zwei für mich neue Varianten von Spielen!

3. Spaß!

4. Eine interessante Methode kurz zu erklären, was Improtheater ist.

5. Gute Unterhaltung

und

6. Lust auf den eigenen Auftritt am nächsten Tag.

Na wenn das nichts ist… Also danke Schmetterlings, der Schmetterlings-Effekt hat bei mir funktioniert!

Wir spielen gegen Wat’n da los!?

Und es gibt wieder gute Nachrichten! Jetzt ist es ganz offizielle. Wir (die Freie Studentenbühne Eberswalde) spielen am 26.04.2008 gegen Wat'n da los!? aus Berlin. Das Match findet im Rahmen des 7. Impro-Cup Berlin statt. Wir sind sehr gespannt, denn das letzte Mal, als wir auf Wat'n da los!? trafen, konnten wir mit einem Punkt Vorsprung in der Rückrunde die Bühne als Sieger verlassen. Ob dies auch diesmal wieder klappen wird, wir werden es sehen. Hier gibt's die Details.

An dieser Stelle sei auch gleich das Rahmenprogramm zum Impro-Cup empfohlen: Vom 25. bis 30. April 2008 gibt es ein volles Programm als Einstimmung auf den Cup. So wird Wat'n da los!? auch noch gegen und mit anderen Gruppen spielen: zum Beispiel die Changeroos.

Ich bin gespannt und freu mich tierisch auf den Cup, den ich zum ersten Mal als Teilnehmer erleben werde.

Die Zeit vergeht…

Da die Zeit vergeht und man Reisende bekanntlich nicht aufhalten soll, schreibe ich nun nichts über diese unabänderliche Wahrheit.

Durch private Veränderung (im räumlichen Sinne) hat das Bloggen leider etwas gelitten. Eigentlich sollte mein Nachruf auf die Tour der FSE schon komplett veröffentlicht sein, doch leider – ja eben die Zeit…

Dies will ich aber noch nachholen und bis es soweit ist, wünsche ich allen ein frohes Osterfest, Erholung und kreative Ideen!

Impro on Tour – Greiz

Wie hier schon mehrfach angekündigt, war die FSE am Wochenende auf „Die Wurst bleibt zuhause! Seht Improdelikatessen!“ Tour.

Freitag, 28.02.08

Die Improtour der FSE ging am Freitag weiter nach Greiz. Der erste Spielerteil durfte am Vormittag die schöne Gründerzeitstadt erkunden. Eigentlich ist die kleine Stadt im Vogtland eine Reise wert, da sich dort tatsächlich zwei Schlösser direkt gegenüber stehen. Eines oben auf dem Berg und das andere am Fluss. Wie es aber so ist, kaum einer weiß diese Besonderheiten zu schätzen.

Das Theater der Stadt läßt leider genau den städtischen Gründerzeitencharm vermissen. Es wurde in den 70er Jahren auf sozialistischen Einheitslook umdekoriert. Es bietet aber die Möglichkeiten eines großen Theaters, was für Impro fast schon etwas zuviel ist. Man braucht schließlich nur eine Bühne, etwas Licht (schön wenn es an und aus geht!), einen Platz, wo der Musiker sitzen und spielen kann und das war es schon. Hier hatten wir alles. Eine große Bühne, dimmbares Licht in allen Farben und sogar einen Flügel für den Pianisten…

Was ich nur ein wenig bedauere, dass ich es nicht schaffe vor den Auftritten etwas Ruhe zu finden. Erst gilt es den Spielort einzurichten, die Leute einzuweisen und die vielen Kleinigkeiten abzuklären. Dann Erwärmung und Einstimmung, danach die letzten Besprechungen und festlegen des Masterplans für den Abend. Kurze Überlegungen zur Moderation und Anweisungen, Anweisungen, Anweisungen. Und schon schaut jemand durch die Tür und sagt: "Die Leute warten auf Euch." Alle noch schnell umarmen und letzte Anweisungen und dann raus. Da muß ein Masterplan für her, dass kann nicht so weitergehen.

Der Abend in Greiz war sehr schön. Es waren dann doch mehr Zuschauer gekommen, als anfänglich erwartet. Eine Reihe Stühle wurde zusätzlich aufgestellt. Die Show lief gut, bis auf ein paar Patzer, über die man im Nachhinein doch wieder lachen kann. (Wenn aber jemand in einem Ratespiel auf die Bühne geht und der einzige Hinweisgeber ist, jedoch den zu erratenden Gegenstand nicht verstanden hat, kann dies zu sehr langen und schmerzhaften Momenten führen – live ist eben live!)

Den Zuschauern scheint es gefallen zu haben und das Theater zeigte sich begeistert. Wir können gern wieder kommen. (Was wir hoffentlich auch bald tun werden.) Der Abend lief dann in gemütlicher Runde in der Kneipe Namens Peanuts aus. Damit war bereits Tourhalbzeit. So schnell geht das…

Impro on Tour – Plauen

Wie hier schon mehrfach angekündigt, war die FSE am Wochenende auf „Die Wurst bleibt zuhause! Seht Improdelikatessen!“ Tour.

Donnerstag, 28.02.2008

Mittels Bussen der FH-Eberswalde gelangten wir in die schöne Stadt Plauen. Die Busse waren echte Ökobusse, in denen sogar Gras wächst…Gras im Tourbus

In Plauen nahm um 20 Uhr unser erster Auftritt seinen Lauf. Im Forum K (oder auch Forum Kunst) waren wir herzlich von Andy begrüßt wurden. Die Galerie mausert sich gerade zu einem Spielort für Theater und Kino. Es mangelte noch an ausreichenden Sitzmöglichkeiten, aber die Stühle sollen diese Woche kommen. Doch was an theatralem Komfort fehlte, wurde durch freundliche Umsorgung wett gemacht. Vielen Dank Andy.

 

Ebenso freundlich war das nicht übermäßig groß, aber sehr gut gelaunte Publikum. In fast familiärer Atmosphäre sahen viele zum ersten Mal improvisiertes Theater. Los ging es mit dem Tour-Song, der unser abendlicher Begleiter werden sollte:

 

Der Song:

(Chor)

Die, die, die, die

Die Wurst, die Wurst, die Wurst, die Wurst

Die Wurst bleibt, die Wurst bleibt, die Wurst bleibt, die Wurst bleibt

Die Wurst bleibt zuhause, die Wurst bleibt zuhause, die Wurst bleibt zuhause, die Wurst bleibt zuhause

(Albrecht)

Hier gibt’s nichts zu essen,

Stattdessen Improdelikatessen

Plauen sei gespannt

(Chor)

Hier gibt’s nichts zu essen,

Stattdessen Improdelikatessen

Wir bringen Euch um den Verstand

 

Der restliche Abend war sehr schön. Die Leute waren toll, die an alle Spieler verteilte Moderation lief gut und die Ideen sprudelten…

 

Die Nacht haben wir in Plauen getrennt verbracht. Ein Teil in der neuen Jugendherberge und einer bei Privat. Über den Hospitality Club fanden wir eine sehr freundliche und schöne Übernachtungsmöglichkeit. Das tolle daran ist, dass man so wirklich offene Menschen kennen lernen kann. Unser „Host“ war sogar zur Aufführung gekommen und gar nicht so unglücklich über seine Abendgestaltung. Diese Art des Übernachtens kann ich jedem empfehlen – vor allem wenn man als Künstler unterwegs ist und Freikarten anbieten kann. Diese Möglichkeit haben wir leider noch zu wenig genutzt.