Werbung im Obdachlosenmagazin

Morgen improvisiert das Theater ohne Probe „Im Sinne von Brecht“ in der Brotfabrik Berlin. Bereits vor einigen Wochen wurde ich angeschrieben, ob wir nicht damit Veranstaltungstipp im Berliner Obdachlosenmagazin Strassenfeger sein wollen. Natürlich habe ich ja gesagt.

Mir war ehrlich gesagt nicht klar, dass es überhaupt eine Veranstaltungsrubrik im Strassenfeger gibt. Nun sind wir drin mit Bild. Und für die Straßenverkäufer hat es auch etwas gebracht, ich habe die letzten 3 Ausgaben gekauft und jedes Mal mehr bezahlt, als ich hätte müssen. Vielleicht hätte ich nach einer Quittung fragen soll…

Foto vom Straßenfeger

Theater ohne Probe in den Veranstaltungshinweisen des Strassenfegers

Ich weiß auch, dass man nicht über Werbung schreiben sollte, aber das fand ich doch schon bemerkenswert. Am meisten gespannt bin ich, ob der ein oder andere Zuschauer aufgrund des Hinweises im Strassenfeger kommt. Als wir mit der Premiere des Formats Tagestipp im Tipp waren, hat uns das keine Zuschauer angelockt.

Für mich steht aber fest, dass wir das nächste Mal mit dem Strassenfeger einen Deal ausmachen, zum Beispiel dass wer mit der Seite an die Kasse kommt, nur den ermäßigten Preis zahlen muss. Denn hier geht es um einen guten Zweck und da kann man auch weiter Gutes tun.

Werbung mit QR Codes

Wenn man selbst Kunst und Kultur organisiert, dann muss man dafür auch Werbung machen. Postkarten sind ein häufig genutztes Mittel. Für Berlin fürchte ich oft, dass die Schwemme an Postkarten eher gegenteilige Effekte hat, aber es ist vielleicht die einfachste und kostengünstigste Variante. Nun spielen wir vom Theater ohne Probe an verschiedenen Orten verschiedene Formate. Immer wieder stehen unsere Termine oder das gewählte Format jedoch erst recht kurzfristig fest, so dass sich dafür eine extra Postkartenproduktion einfach nicht lohnt. Daher haben wir uns für eine allgemeine Postkarte fürs Theater ohne Probe entschieden, auf der weder Termine noch Formate stehen.

Um die allgemeinen ToP-Postkarten aber auch als Werbeträger für besondere Formate zu nutzen, verwende ich bedruckbare Aufkleber. Nun will ich aber nicht nur den Titel des Formats, Datum, Zeit und Ort auf der Postkarte haben. Am liebsten hätte ich natürlich, dass die/der PostkartenleserIn auf unserer Homepage surft, wo sie sich weiter informieren und am besten gleich Karten reservieren kann. Dafür experimentiere ich erstmals mit QR-Codes.

Foto  von Postkarte, auf die ein QR Code geklebt wurde

ToP-Postkarten mit QR Code

QR-Codes (Quick Response) verbreitet sich als einfache Möglichkeit Webadressen zu vermitteln immer mehr, weil auch immer mehr Menschen über ein Smartphone verfügen, mit dem das Scannen einfach ist. Zum Erstellen der QR-Codes verwende ich die Seite http://www.qrcode-monkey.de/. Da kann man nicht nur Webadressen eintragen, sondern auch Texte, Telefonnummern oder vieles andere mehr. Wer nun diesen Code scannt, wird entweder direkt auf die entspreche Webseite weitergeleitet oder bekommt die enthaltenen Information angezeigt. Ob und wie es für die Zielgruppe funktioniert, läßt sich für mich leider nur raten, da ich keine belastbaren Zugriffsdaten auf unsere Homepage habe. Ich denke dennoch, dass es sich lohnt an der Sache dran zu bleiben.

Eine erste Erfahrung kann ich aber schon weitergeben. Wichtig ist, dass die QR-Codes genügend Kontrast haben. Ursprünglich wollte ich die QR-Codes im ToP-Orange drucken, wobei ich aber feststellen mußte, dass es da immer wieder zu Problemen mit dem Scan kam. Die Codes in Schwarz bereiten hingegen keine Probleme. Testen kann man das gleich hier oben im Foto – einfach das Smartphone ranhalten und scannen.

Mich würde noch interessieren, ob hier jemand mitliest und auch QR-Codes verwendet? Funktionieren QR-Codes für Euch? Oder habt Ihr Fragen?