2. Februar 2013 – 2. Europäischer Theatertag für Toleranz

Auf Facebook bin ich auf eine Aktion zur politischen Lage in Ungarn aufmerksam gemacht wurden: Es wird aufgerufen am 1. Februar auf so vielen Bühnen wie möglich folgendes Memorandum zu verlesen.

Wenn man sich etwas mit der politischen Lage in Ungarn beschäftigt, fängt man an sich richtig Sorgen zu machen.  Der Ungarische Dokumentarfilmer Ádám Csillag vergleicht in diesem Zapp-Beitrag die Situation sogar mit Deutschland in den 30er Jahren. Allein deswegen kann es nicht schaden, wenn wir in Europa dafür Öffentlichkeit erzeugen, denn es ist wirklich „um die Ecke“!

Memorandum

Ich verlese ein Memorandum, das heute in den meisten Theatern Europas vor der Vorstellung in der jeweiligen Landessprache verlesen wird:

Heute ist der 1. Februar 2013. Heute vor einem Jahr wurde in Budapest eines der bedeutendsten Theater der Stadt an einen neuen Intendanten übergeben, der seit vielen Jahren öffentlich rechtsradikales Gedankengut vertritt. Seitdem werden dort menschenverachtende und hetzerische Stücke gespielt. Dieser Tabubruch wurde zu einem gewichtigen Symbol für einen neu aufkeimenden Rassismus in Europa. Doch nicht nur in Ungarn erfreuen sich aggressive und fremdenfeindliche politische Bewegungen eines immer größeren Zulaufs. Deshalb wollen wir uns in unserem Land und in unserer unmittelbaren Umgebung für Toleranz, Vielfalt und Solidarität für die Schwächeren einsetzen.

Wir sind bestürzt darüber, dass in vielen europäischen Ländern politische Kräfte wirken, die Hass, Verachtung und Neid zwischen den Menschen schüren. Wir wollen mit unserer Theaterarbeit das Trennende in der Gesellschaft überwinden, Neugierde erwecken und die Sinne für gesellschaftliche Wahrheiten schärfen – zum gemeinsamen Wohl aller Menschen, für den Frieden und die Freiheit in Europa. Sind wir Menschen doch alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren, sind wir doch alle Bürger einer Welt. Heute ist der 1. Februar 2013. Begehen wir heute gemeinsam zum zweiten Mal den „Europäischen Theatertag der Toleranz“.

Zur Seite der Aktion auf Facebook: https://www.facebook.com/events/122413907926528/

Sorgen ums Netz – ACTA

Stopt ACTA-Logo von stop-acta.info CC-BY 2.5 Switzerland Eigentlich ist das kein Thema für einen Theaterblog – anderer seits geht es uns alle an. Denn das Internet bedeutet unter anderem Freiheit an Information, Meinungsäußerung und Kommunikation. Wir Kunst- und Kulturschaffenden sind in besonderem Maße aufgefordert, auf diese Güter aufzupassen, denn wir werden die ersten sein, die darunter leiden…

Worum geht es? Es geht um ACTA, ein als Handelsabkommen getarnte Vereinbarung zum Schutz von Rechten, die eine unermäßliche Gefahr für uns darstellt. Ich kann das hier nicht so gut zusammenfassen und empfehle den Wikipedia-Artikel zu ACTA sowie dieses Video – es bringt das Wichtigste auf den Punkt.

[swf width=“480″ height=“360″]http://www.youtube.com/v/s_6mJHswc60?version=3[/swf]

Wer noch mehr lesen will, dem empfehle ich die Artikel von Netzpolitik.org unter dem Tag #acta.

Was kann man tun? Öffenltichkeit herstellen, Aufregung erzeugen, Politiker anschreiben, es auf die Bühnen tragen, in Facebook werfen und was Euch noch so einfällt.

Werbematerial, Infos und vieles mehr auch unter: www.stopp-acta.info

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