Premiere mit neuem Impro-Format: Impropedia

Am vergangen Freitag war es endlich so weit, ein neues Format erblickte das Licht der Welt im KuZe in Potsdam: Impropedia.

Der Grundgedanke ist, dass ein Experte zum Interview über sein Thema eingeladen wird. Daraus entstehen spannende Vorgaben, die eine eingeladene Improtheatergruppe in Szenen, kurze Geschichten oder was auch immer umsetzt. Das Publikum darf nun entscheiden, wie viele Punkte es pro Szene vergibt. Zum Finale müssen die Improspieler 5 Spezialfragen aus dem Themengebiet des Experten beantworten – was kaum möglich ist. Aber mit den gesammelten Punkten können sie beim Experten Antworten „kaufen“. Und ich habe das Vergnügen, den Spaß zu moderieren.

Flyer zur Show: Impropedia
Flyer zur Show: Impropedia

Zur Premiere am 14. Juni 2013 im Studentischen Kulturzentrum KuZe waren Benjamin Bodirsky vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung für den Expertenanteil und die Improvisionäre aus Berlin für den Improanteil eingeladen. Da Herrn Bodirskys Forschung dem Stickstoffeintrag in die Umwelt gilt – besonders in Form von Kunstdünger in der Landwirtschaft, lernten wir viel über die erschreckenden Auswirkungen und unsere Möglichkeiten diese einzugrenzen: So sind zum Beispiel durch den erhöhten Stickstoffeintrag riesige Bereiche der Ostsee so gut wie tot. Wir als Verbrauchen können weniger Fleisch essen, dafür mehr sesionales Obst und Gemüse und besonders aufs Autofahren verzichten, denn im Feinstaub steckt eine Menge Stickstoff.

Die 4 Improvisionäre nutzten solche Vorgaben, um in vier Szenen für jeden einen Charakter zu erstellen. Diese trafen dann in den letzten beiden Szenen aufeinander und natürlich spielten die Auswirkungen des erhöhten Stickstoffeintrags auf die Umwelt auch da eine Rolle. Das Publikum bedachte die Szenen und das Spiel der Improvisionäre mit reichlich Punkten. So konnten Sie auch den finalen Fragen entspannt entgegensehen.

Die Fragen im Finale waren wirklich schwer. Denn nicht jeder weiß, was auf dem Telegraphenberg in Potsdam so alles entdeckt wurde. Dennoch lösten die Improvisionäre eine Frage ganz ohne Expertenhilfe und behielten so 6 Punkte von möglichen 36 übrig. Am Ende waren alle eine Ecke schlauer und auch ganz zufrieden.

Mein Fazit:

Ich bin sehr froh, dass die Mechanik der Show so gut funktioniert. Das Interview war spannend und das Publikum interessiert. Besonders die Zuschauerfragen in der zweiten Hälfte sollten fest ins Programm. Wichtig ist, dass die Improgruppen achtsam mit den Vorschlägen des Gastes umgehen, aber da sehe ich kaum eine Gefahr. Für Potsdamer ist das Format darüber hinaus sicher besonders sehenswert, weil man hier Menschen aus der Stadt und ihre besonderen Tätigkeiten kennenlernen kann und das in einem kurzweiligen und unterhaltsamen Rahmen.

Ich bin zufrieden!

Nächste Termine:
14.06. 20 Uhr
12.07. 20 Uhr
August: Sommerpause
13.09. 20 Uhr
11.10. 20 Uhr
08.11. 20 Uhr

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