Das Potsdamer Improtheater Festival sucht Langformen für ein Turnier

Das Potsdamer Improtheater Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mittendrin“. Um trotz eines verkürzten Festivals eine große Bandbreite an Formen und Farben zeigen zu können, haben wir für Samstagabend (28.10.17) ein Langformen-Turnier angesetzt. Bei der als Cagefight bekannte Show treten 4 Teams mit jeweils einem 22minütigen Improformat an und präsentieren diese dem Publikum. Per Stimmzettel entscheiden die Zuschauer über das Weiterkommen der Mannschaften.

Für den Abend unter dem Titel „Das Format“ suchen wir noch Teams, die Lust haben in Potsdam ein Langform zu zeigen. Die Teams sollten 3 oder 4 Spieler*innen stark sein. Die Spielzeit beträgt exakt 22 Minuten. Es wird in Form von 2 Halbfinalen und einem Finale gespielt. Alles findet auf der Bühne des KuZe in Potsdam statt, die nicht extrem groß ist, aber viel Platz für Kreativität bietet. Zwei Moderatoren (macro und Thomas) und ein Musiker werden den Abend über alle Teams begleiten.

Es gibt leider keine Gagen, Honorare oder Sachpreise zu gewinnen. Dafür bieten wir ein leckeres Essen im Vorfeld, freie Getränke, ein begeistertes Publikum und ein gute Show, in der Ihr andere Improspieler*innen kennenlernen könnt.

Bewerbungen bitte mit Namen und einer kurzen Teambeschreibung bis zum 30. September 2017 über das Kontaktformular einreichen. Ich melde mich dann umgehend bei Euch zurück.

Thomas
Künstlerischer Leiter

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Impromusiker Camp im April

In meiner Funktion als Impro-News-Redakteur habe ich mit Stephan Ziron gesprochen, der im April ein Barcamp für Musiker*innen im Improtheater veranstalten will. Am Rande bin ich auch in die Organisation eingebunden. Die Eröffnungsshow des Camps werde ich auch moderieren, denn die fällt mit der Impropedia zusammen und dreht sich daher um improvisierte Musik.

Wer mehr zum Camp wissen will, dem sei das Interview auf Impro-News.de empfohlen: Interview zum ersten Impromusiker Camp in Potsdam

Anmelden fürs Camp kann man sich hier: www.improworkshop.com/impromusiker-camp-2015

Impropedia bietet Sicherheit im Netz

„Vertraulich im Netz zu kommunizieren ist eine Frage des Respekts.“

Am Freitag 12.07.13 gab es die zweite Folge der Impropedia im KuZe in Potsdam. Neben dem Theater ohne Probe war als „Experte“ Friedrich Schuman eingeladen. Beim ihm passt der eigentliche Begriff des Experten nicht, denn er kennt sich nur ein wenig besser aus mit seinem Thema als wir: Verschlüsselung im Internet. Aber er hat die Idee, dieses Wissen auf einfache und unterhaltsame Weise an Interresierte weiter zu geben. Sein Mittel dazu sind die im letzten Jahr entstandenen Cryptopartys.

Verschlüsselte Party?

In Zeiten der großen Überwachung wird es immer wichtiger, dass man seine Privatsspähre selbst schützen kann. Die Anleitungen dazu stehen frei im Internet zur Verfügung, aber wer will sich schon allein zuhause hinsetzen und das alles lesen. Auf einer Cryptoparty wird erklärt, wie man zum Beispiel verschlüsselte E-Mails versendet und wenn man mit seinen Freunden zusammen zur Party geht, kann man gleich die Schlösser tauschen.

Das es ein gestiegenes Interesse an mehr Selbstbestimmung über die Daten im Internet gibt, das zeigte sich auch am Publikum im gut gefüllten KuZe. So gab es viele Nachfragen und rege Diskussionen auch nach der Show. Ebenfalls improvisierten die Kollegen vom Theater ohne Probe anschaulich, was die Zukunft bedrohliches bereithalten könnte.

Wissen und Selbstbestimmung

Mich hat das Thema sehr gefreut, denn es ist brand aktuell. Unsere Daten wandern über die gesamte Welt. Die Leute von opendatacity.org haben eine interaktive Karte programmiert, wo man den Weg von Anfragen auf bekannte Dienste visualisiert bekommt. Viel Spaß beim Herumklicken. Und damit die Geheimdienste nicht alles gleich mitlesen können, auf zur nächsten Cryptoparty! Denn Privatsphäre ist nichts verdächtiges oder schädliches, es ist unser gutes Recht auf Selbstbestimmung.

Cryptoparty Potsdam (jeden Freitag): cryptopartypotsdam.de
Mehr zu Cryptopartys: de.wikipedia.org/wiki/CryptoParty

Visualisierung zu PRISM von opendatacity.de

http://apps.opendatacity.de/prism/frame.de.html

Premiere mit neuem Impro-Format: Impropedia

Am vergangen Freitag war es endlich so weit, ein neues Format erblickte das Licht der Welt im KuZe in Potsdam: Impropedia.

Der Grundgedanke ist, dass ein Experte zum Interview über sein Thema eingeladen wird. Daraus entstehen spannende Vorgaben, die eine eingeladene Improtheatergruppe in Szenen, kurze Geschichten oder was auch immer umsetzt. Das Publikum darf nun entscheiden, wie viele Punkte es pro Szene vergibt. Zum Finale müssen die Improspieler 5 Spezialfragen aus dem Themengebiet des Experten beantworten – was kaum möglich ist. Aber mit den gesammelten Punkten können sie beim Experten Antworten „kaufen“. Und ich habe das Vergnügen, den Spaß zu moderieren.

Flyer zur Show: Impropedia
Flyer zur Show: Impropedia

Zur Premiere am 14. Juni 2013 im Studentischen Kulturzentrum KuZe waren Benjamin Bodirsky vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung für den Expertenanteil und die Improvisionäre aus Berlin für den Improanteil eingeladen. Da Herrn Bodirskys Forschung dem Stickstoffeintrag in die Umwelt gilt – besonders in Form von Kunstdünger in der Landwirtschaft, lernten wir viel über die erschreckenden Auswirkungen und unsere Möglichkeiten diese einzugrenzen: So sind zum Beispiel durch den erhöhten Stickstoffeintrag riesige Bereiche der Ostsee so gut wie tot. Wir als Verbrauchen können weniger Fleisch essen, dafür mehr sesionales Obst und Gemüse und besonders aufs Autofahren verzichten, denn im Feinstaub steckt eine Menge Stickstoff.

Die 4 Improvisionäre nutzten solche Vorgaben, um in vier Szenen für jeden einen Charakter zu erstellen. Diese trafen dann in den letzten beiden Szenen aufeinander und natürlich spielten die Auswirkungen des erhöhten Stickstoffeintrags auf die Umwelt auch da eine Rolle. Das Publikum bedachte die Szenen und das Spiel der Improvisionäre mit reichlich Punkten. So konnten Sie auch den finalen Fragen entspannt entgegensehen.

Die Fragen im Finale waren wirklich schwer. Denn nicht jeder weiß, was auf dem Telegraphenberg in Potsdam so alles entdeckt wurde. Dennoch lösten die Improvisionäre eine Frage ganz ohne Expertenhilfe und behielten so 6 Punkte von möglichen 36 übrig. Am Ende waren alle eine Ecke schlauer und auch ganz zufrieden.

Mein Fazit:

Ich bin sehr froh, dass die Mechanik der Show so gut funktioniert. Das Interview war spannend und das Publikum interessiert. Besonders die Zuschauerfragen in der zweiten Hälfte sollten fest ins Programm. Wichtig ist, dass die Improgruppen achtsam mit den Vorschlägen des Gastes umgehen, aber da sehe ich kaum eine Gefahr. Für Potsdamer ist das Format darüber hinaus sicher besonders sehenswert, weil man hier Menschen aus der Stadt und ihre besonderen Tätigkeiten kennenlernen kann und das in einem kurzweiligen und unterhaltsamen Rahmen.

Ich bin zufrieden!

Nächste Termine:
14.06. 20 Uhr
12.07. 20 Uhr
August: Sommerpause
13.09. 20 Uhr
11.10. 20 Uhr
08.11. 20 Uhr