7 Tage Impro in Ljubljana #Freitag

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Schreiben braucht Zeit. Daher stand der Freitag besonders unter dem Stern des Schreibens. Einen ausführlichen Artikel zu formulieren dauert seine Zeit. Für mich wird es umso schwerer, je weniger ich weiß, wo ich ansetzen soll. Was ist wirklich berichtenswert? Will das jemand lesen? Einfacher ist es sicher, wenn die Show klare Mängel hatte. Wenn mir eine Vorstellung zum Beispiel mißfallen hat, versuche ich zuerst offensichtliche Fehler von persönlichem Geschmack zu trennen. Die Kritik am Handwerk muss aber gut argumentiert werden und auch für jemanden verständlich sein, der nicht anwesend war. Mitunter fallen dann komplette Abschnitte der Löschtaste zum Opfer.

Wenn alles super war, dann schreibt man auf, was war, einen Bericht. Am Ende sagt man, dass alles großartig war. Vielleicht bewegt es jemanden, sich die Show auch anzusehen. Nur ob es wieder so schön wird? Wenigstens gibt es eine Art von Zeugnis, dass die Show stattgefunden hat. Wie man es nimmt, die Artikel schreiben sich nicht von alleine. Letztlich hilft nur durchhalten und schreiben, bis man fertig ist.

Der Festivalabend brachte gleich drei Vorstellungen mit sich. Über “Invitation to Dance” um 19:00 und über “Chacka Chacka” um 21:00 Uhr werde ich bei Impro-News.de berichten. Bei der Spätvorstellung enthalte ich mich, da sie wenig improvisierte Anteile hatte.

Der tschechische Performer Ladislav Karda bot eine Art “Puppentheatervorstellung” der hochprozentigen Sorte. Bei “Puppets and Cigarettes” wurde das Weltkulturerbe tschechischen Puppenspiels mittels hochprozentiger Alkoholikas “gepflegt”. Ja, das Puppenspiel ist seit 2016 UNESCO Weltkulturerbe und die bekanntesten Vertreter ihrer Art sind sicher Spejbl und Hurvínek.

Freitag Nacht war von dieser Kunstform nicht viel zu sehen. Ladislav ersetzte wichtige Figuren und Requisiten durch Alkohol und Zigaretten. So wurde ein Wald kurzer Hand aus Bieren “gezaubert”, eine Ampel aus rotem, gelbem und grünem Schnaps zusammengestellt und Hänsel und Grätel wurden von zwei Zigaretten “verkörpert”. Das Beeindruckenste war aber, dass Wald sowie Ampel und alle sonstigen eingesetzten (eingeschenkten) “Figuren und Requisiten” ausgetrunken wurden – ein leberzehrender Kraftakt und nichts für Kinder. Besondere Begeisterung bei den Zuschauern fand am Ende die Möglichkeit, die “Puppen” aus der Nähe zu betrachten und einen Schluck abzubekommen. Davon haben ich dankend Abstand genommen.

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