Das Kino ist unersetzbar: Die große Schönheit

Mit „LA GRANDE BELLEZZA“ sah ich den zweiten großen Film dieses Jahr. Für solche Filme gehe ich ins Kino, für diese gibt es Kino und wird immer unersetzbar sein.

Der erste Film war „Hanna Arendt„, der mich wegen seiner Dialoge, dieser Sprache, virtuos auf der Stradivari messerscharfer Argumentation vorgetragen begeisterte. Der Zweite ist nun Paolo Sorrentinos „LA GRANDE BELLEZZA – Die große Schönheit„. Es ist nicht die Handlung, die eigentlich banal, doch zu komplex zu erzählen ist. Es ist die überwältigende Bildsprache, die nie nachlässig oder unüberlegt scheint, es ist ein Rausch an Oberflächen, die sich in Rom als Hauptmotiv aus über 2000 Jahre Kultur speißen, Komposition und Detailverliebtheit bis in die kleinste vorbeiflanierende Nebenfigur. Eine Bildsprache welche die Dimensionen der Leinwand auskostet und sie sprengen will. Dazwischen einfache Texte, Frasen aber auch existenzialistische Philosophie über das Leben, die Schönheit und das Nichts.

Ein Film, der mich nach den ersten Minuten fest in seinem Sog hatte. Nun liebe ich Rom und intelligente Filme. Beides kommt hier zusammen. Danke Paolo Sorrentino, danke Rom, danke Kino!

Achtung, der Trailer schafft es leider nicht wirklich den Esprit dieses Filmes zu zeigen – er hätte mich fast von einem Besuch abgehalten (dieser Zusammenschnitt ist etwas besser)…

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