Pantomimische Waffen

Wenn man Impro unterrichtet, gibt es keine Frage, wenn man vorschlägt, dass man das pantomimische Öffnen einer Tür üben will. Wenn man aber die Verwendung von Schusswaffen zeigt, gibt es – sicher zu Recht – fragende Blicke. Jedoch spielen wir mit Waffen auf der Improbühne nicht viel seltener, als mit Türen.

Der entscheidende Punkt ist, dass man nicht mit dem Finger, sondern mit einem Gegenstand in der Hand jemanden bedroht. Dieser Gegenstand ist schwer, aus einem bestimmten Material und gefährlich. Man kann ihn gut kennen, ihn lieben oder Angst empfinden. Das alles erzählt sehr viel. Warum nicht damit spielen?  

Um Waffen einiger Maßen vernüftig darzustellen, sollte man sich mit den verschiedenen Arten (allein Schusswaffen gibt es unzählige) und deren besonderen Eigenschaften beschäftigen. Ein Langschwert z. B., das im Mittelalter von Rittern genutzt wurde, wiegt weit mehr als 10 kg – damit kämpft man nicht lang. Ein Revolver ist anders zu bedienen, als eine moderne Automatikwaffe. Und die großkaliebrigen Schusswaffen haben auch einen starken Rückstoß.

All das muss man sicher nicht beachten, sollte man aber, wenn man eine Waffe zu dem auf der Bühne machen will, was sie ist: gefährlich.

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