Die Fahrradlobby

Ich bin ja der Meinung, das Politik ins Theater gehört. Also gehört sie auch in ein Theaterblog. Nun bin ich seit letzter Woche offiziell Mitglied einer Lobbyorganisation. Ich bin nun offiziell Mitglied des ADFC, der für die Belange und Rechte der Fahrradfahrer eintritt.

Lobbyabzeichen ADFC Denn schon im Seminar des Berliner Professors von Halle wußte  ein Student namens Rudolf Lerch den Nutzen des Fahrrads wie folgt zu beschreiben:

"Es ist das Fuhrwerk der kleinen Leute. Gegen die beiden frühren Beförderungsmethoden, Eisenbahn und Wagen, hat es verschiedene Vorteile: es ist weniger an bestimmte Routen und Wege gebunden, gegen den Wagen schneller, billiger, zugleich verbunden mit eigener Anstrengung und damit gesünder. Es ermöglicht ein viel intensiveres Betrachten und Aufgehen in der Umgebung. In dieser Richtung findet das Fahrrad deshalb auch die weitestgehenste und ausgedehnteste Verwendung. Das beweisen sehr deutlich, besonders an den Sonntagen, die belebten Landstraßen. Für all die Leute, die den Tag oder die Woche über in engen Räumen, am Schraubstock oder am Schreibtisch, in der Küche oder Kinderstube, in Werk- und Arbeitsstätten aller Art bei der Arbeit sein müssen, wird in dem Fahrrade geradezu ein ideales Fortbewegungsmittel zur Erholung gegeben."

Lerch, "Das Fahrrad" zitiert aus Glatzer, Dieter; Glatzer Ruth: Berliner Leben 1900-1914. Eine historische Reportage aus Erinnerungen und Berichten, 1 Aufl. Berlin 1986, Band 1 S. 135 f.

Tandem CC Wikimedia

Quelle: Wikimedia/Bundesarchiv

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