ZWIEBELFISCH zwischen Leben und Tod

Am Donnerstag war es nun so weit, mein neustes Projekt mit dem Namen ZWIEBELFISCH hatte Premiere mit seiner eigenen Show. Ich hatte im Vorfeld bereits darüber geschrieben: Jetzt wird es Ernst! Nun ist das Wochenende zu Ende und ich will kurz zurückblicken, obwohl es immer schwer ist, über die eigenen Auftritte zu schreiben.

Wir hatten den Gewölbekeller der Theaterkapelle im Vorfeld besichtigt, jedoch hatte sich in der Zwischenzeit einiges getan. Zum Beispiel war eine Wand links neben der Bühne eingezogen wurden, um eine Schallschutzschleuße für den Ausgang zu bilden. Doch all meine anfängliche Verunsicherung wurde von der freundlichen Crew der Theaterkapelle völlig zerstreut. Es gab einfach kein Problem, das am Licht, beim Ton oder auf der Bühne nicht zu lösen war. So könnte es immer laufen! Ich denke, viele Schauspieler wissen gutes Bühnenpersonal sehr zu schätzen, besonders wenn man irgendwo neu ist.

Der Abend an sich verlief nach Plan, soweit man das bei improvisiertem Theater sagen kann. Das Format soll schließlich ein Leben von der Geburt bis zum Tod nachzeichnen. Dazu werden im ersten Teil nach Inspirationen aus dem Publikum Figuren erschaffen. Hier hatte auch uns die internationale Finanzkrise fest im Griff: Es tauchten Bänker, Börsenmakler, Anwälte und Verkäufer auf. Doch auch eine giftige Alte, ein kränklicher Junge, sein Arzt und ein skurriles Liebespaar erschienen auf der Bühne. Im zweiten Teil wurde dann der Lebenslauf einer dieser Personen dagestellt – hier hatte sich das Publikum für die giftige Alte entschieden. Besonds gut daran ist, dass wir nun wissen, wie die Menschheit ausgelöscht wird…

Alle Szenen wurden abgerundet und emotional verstärkt vom Pianisten Albrecht Gieseler, der live auf seinem Keyboard musizierte. Wie unglaublich wichtig solch eine musikalische Begleitung ist, weiß man meist nicht zu schätzen. Wir sind aber durch Kino und Fernsehen so sehr an eine musikalische Untermalung gewöhnt, dass sie zu einer runden Szene einfach dazugehört. An diesem Abend passte alles zusammen.

Durch die gut gelaufene Premiere bin ich nun gespannt, wie der zweite Auftritt wird. Denn auch das lehrt die Erfahrung, dass die zweite Aufführung immer eklatant anders ist, als die Premiere. Aber die wirklich gute Premiere läßt mich mit einer großen Vorfreude auf die nächste Vorstellung am 20. November 2008 schauen. Ich bin gespannt, was dann geschehen wird. (Ich werde bestimmt wieder berichten…) 

 

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